NAS extrem: Asus bringt 12 NVMe-SSDs ins NAS

Große Datenmengen ablegen und schnell darauf zugreifen können – mit zwei neuen NAS-Systemen soll das kein Widerspruch sein. Sie speichern nur auf NVMe-SSDs.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Nicht nur schnell, auch kompakt: die Flashstor-NAS. Äußerlich sind beide Varianten kaum zu unterscheiden.
Nicht nur schnell, auch kompakt: die Flashstor-NAS. Äußerlich sind beide Varianten kaum zu unterscheiden. (Bild: Asustor)

In Netzwerkspeichern (Network Attached Storage, NAS) sind mechanische Festplatten noch immer weit verbreitet. Asus NAS-Sparte Asustor will aber Anwendungsfälle gefunden haben, die nur mit den deutlich schnelleren NVMe-SSDs gut funktionieren: Wer etwa auf dem NAS gespeicherte 4K-Videos bearbeitet, soll Gefallen am neuen Flashstor 12 Pro finden. Hier finden bis zu zwölf der Steckkärtchen Platz, dank 10-GBit-Ethernet sollen sich Daten mit bis zu 1.181 MByte/s lesen und 1.027 MByte/s schreiben lassen.

Geht es nur darum, die Videos anzusehen, empfiehlt Asustor das kleinere Modell Flashstor 6 – wie zu vermuten, lassen sich hier sechs M.2-2280-Karten einbauen. Auch die Netzwerkanbindung ist langsamer: Statt 10 GBit gibt es hier zweimal 2,5-GBit-Ethernet, über beide zusammen sollen sich noch immer Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von 590 MByte/s erreichen lassen. Alle gängigen RAID-Konfigurationen werden unterstützt, die NVMe-Karten werden mit einem Kühlkörper versehen, ein 80-mm-Lüfter sorgt für einen permanenten Luftstrom.

Wer auch normale SATA-Festplatten verbauen möchte, kann beide Modelle um bis zu zwei Erweiterungsmodule namens AS6004U ergänzen. Die nehmen je vier 3,5-Zoll-Festplatten auf und werden über USB 3.0 angeschlossen, zwei USB-3.2-Gen-2x1-Anschlüsse finden sich an den NAS-Geräten.

Die technische Grundlage beider Flashstor-Geräte ist gleich: In ihnen arbeitet ein Celeron N5105 (Jasper Lake) mit vier Kernen von Intel. Der DDR4-Speicher ist wechselbar, bis zu 16 GByte können als SO-DIMM in zwei Steckplätzen verbaut werden. Ausgeliefert werden die Geräte mit 4 GByte, für das Betriebssystem sind 8 GByte eMMC-Speicher verbaut.

Umfangreiche Software

Die Flashstor-Systeme stattet der Hersteller mit einem großen Software-Paket aus: Neben Lösungen für Backup, Migration und zur Überwachung der Speichermedien wird die eigene Media-Center-Lösung Looksgood hervorgehoben. Die kann Hardware-Einheiten des Prozessors zur Transkodierung von Medien nutzen. Dank HDMI-2.0b-Ausgang können die Geräte Videos nicht nur streamen, sondern auch selbst wiedergeben. Auch Audiophile sollen dank der Musiksoftware Roon und einem digitalen S/PDIF-Ausgang an den Geräten Gefallen finden.

Da alle relevanten Netzwerkprotokolle unterstützt werden, sollen die NAS-Systeme problemlos mit allen Windows-Versionen seit XP, MacOS und Linux funktionieren.

Preis und Verfügbarkeit

Angeboten werden die beiden Flashstor-Geräte aktuell nur über den Amazon-Shop von Asustor. Das kleinere Modell Flashstor 6 soll rund 416 Euro kosten, für das Flashstor 12 Pro verlangt der Hersteller 740 Euro. Kleiner Haken: Keins der beiden Geräte ist aktuell lieferbar. Ob auch einer der deutschen Vertriebspartner die Geräte ins Sortiment nimmt, bleibt abzuwarten.

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mgutt 27. Apr 2023

Für 70 ¤ bekommt man aber auch nur Schrott. Allerdings gab es die Tage die Evo Plus für...

Racer 25. Apr 2023

Netzwerkverbindungen, wie hier 10 Gbit, sind am häufigsten der Flaschenhals.

JouMxyzptlk 25. Apr 2023

Also SMB1 ist hoffentlich per default aus. Optional klar, aber mit SMB1 kann man nicht...



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