Abo
  • Services:

Nanotechnologie: Weißer Laser deckt sichtbares Farbspektrum ab

Nicht Rot, Grün oder Blau, sondern alle drei Farben strahlt ein neuer Laser ab, den US-Forscher entwickelt haben. Er kann als Leuchtmittel oder für die Datenübertragung eingesetzt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Weißer Laser (schematische Darstellung): gut geeignet als Leuchtmittel
Weißer Laser (schematische Darstellung): gut geeignet als Leuchtmittel (Bild: Arizona State University)

Wissenschaftler in den USA haben einen Laser entwickelt, der gebündeltes Licht über das ganze Farbspektrum ausstrahlt. Für einen solchen weißen Laser gibt es viele Anwendungen. Kernstück ist eine Schicht aus einer halbleitenden Legierung aus Zink, Cadmium, Selen und Schwefel. Sie ist wenige Nanometer dick und in verschiedene Segmente aufgeteilt. Darin sind die Materialien unterschiedlich verteilt.

  • Der Laser deckt das ganze Spektrum sichtbarer Farben ab. (Foto: ASU/Nature Nanotechnology)
Der Laser deckt das ganze Spektrum sichtbarer Farben ab. (Foto: ASU/Nature Nanotechnology)
Stellenmarkt
  1. Technische Universität Berlin, Berlin
  2. DZ PRIVATBANK S.A., Luxemburg

Jedes Segment lässt sich einzeln mit Lichtpulsen anregen: Wird ein Segment mit viel Cadmium und Selen angeregt, emittiert es rotes Licht. Ein Segment mit viel Cadmium und Schwefel strahlt grünes Licht ab. Ein Bereich mit Zink und Schwefel leuchtet blau. Wird die Leistung des Lichtpulses verändert, verändert sich auch die Intensität des Lichts, die ein Segment abstrahlt. Dadurch lässt sich die Farbe des Lichts variieren.

Neues Verfahren zur Herstellung von Nanomaterialien

Ermöglicht werde das durch ein neues Verfahren bei der Herstellung von Nanomaterialien, sagen die Forscher von der Universität des US-Bundesstaates Arizona in Tempe. Die Legierungen würden stufenweise gezogen. Dabei werden Temperatur und andere für das Wachstum wichtige Parameter variiert. So lasse sich die Zusammensetzung, die Morphologie und damit Bandlücken der Segmente steuern.

"Unser Nanolaser kann dazu dynamisch abgestimmt werden, über den gesamten sichtbaren Farbbereich auszustrahlen", schreiben die Entwickler in der Fachzeitschrift Nature. "Er deckt 70 Prozent mehr wahrnehmbare Farben ab als die am häufigsten verwendeten Leuchtmittel."

Weißer Laser soll Daten übertragen

Der weiße Laser könnte in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Eine Möglichkeit sind Displays, eine andere ist die Datenübertragung per Licht, Li-Fi oder Visible Light Communication (VLC) genannt. Schließlich könnten diese Laser in Leuchtmitteln verwendet werden.

Vor allem als Leuchtmittel könnte sich der weiße Laser gut eignen, da er weniger Leistung aufnimmt als eine Leuchtdiode (LED): Ein Leuchtmittel mit LEDs produziert etwa 150 Lumen pro Watt. Der Laser könnte 400 Lumen pro Watt schaffen, sagt Cun-Zheng Ning, der den Laser mitentwickelt hat, dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 56,99€ (Top-Produkt PCGH 12/2017)
  2. 65,99€ + Versand oder Marktabholung
  3. (u. a. Samsung Galaxy Note 8 für 379€ statt 403,95€ im Vergleich)

happy 29. Jul 2015

Genau. Daher ja auch meine Kritik daran, dass du Quellen zu solchen Aussagen haben...

0xDEADC0DE 29. Jul 2015

Der Phosphor ist der Trick, sonst wäre das einfach ne blaue LED.

Nomis est 28. Jul 2015

... ein winziges Display das als Spektralfilter dient, sowie ein Linsensetup vorschalten...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate X angesehen (MWC 2019)

Das Mate X ist das erste faltbare Smartphone von Huawei. Der Bildschirm ist auf der Außenseite eingebaut. Im ausgeklappten Zustand ist er 8 Zoll groß.

Huawei Mate X angesehen (MWC 2019) Video aufrufen
Geforce GTX 1660 im Test: Für 230 Euro eine faire Sache
Geforce GTX 1660 im Test
Für 230 Euro eine faire Sache

Die Geforce GTX 1660 - ohne Ti am Ende - rechnet so flott wie AMDs Radeon RX 590 und kostet in etwa das Gleiche. Der klare Vorteil der Nvidia-Grafikkarte ist die drastisch geringere Leistungsaufnahme.

  1. EC2 G4 AWS nutzt Nvidias Tesla T4 für Inferencing-Cloud
  2. Zotac Geforce GTX 1660 Ti im Test Gute 1440p-Karte für unter 300 Euro
  3. Nvidia Turing OBS unterstützt Encoder der Geforce RTX

Flugzeugabsturz: Boeing 737 MAX geht wegen Softwarefehler außer Betrieb
Flugzeugabsturz
Boeing 737 MAX geht wegen Softwarefehler außer Betrieb

Wegen eines bekannten Softwarefehlers wird der Flugbetrieb für Boeings neustes Flugzeug fast weltweit eingestellt - Die letzte Ausnahme war: die USA. Der Umgang der amerikanischen Flugaufsichtsbehörde mit den Problemen des neuen Flugzeugs erscheint zweifelhaft.

  1. Boeing Rollout der neuen 777X in wenigen Tagen
  2. Boeing 747 Der Jumbo Jet wird 50 Jahre alt
  3. Lufttaxi Uber sucht eine weitere Stadt für Uber-Air-Test

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  2. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  3. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet

    •  /