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Nanotechnologie: Lautsprecher aus Nanodrähten auf dem Arm

Musik, die vom Handrücken kommt, ist schon etwas merkwürdig: Forscher aus Südkorea haben aus Nanodrähten und einer Nanomembran einen fast unsichtbaren Lautsprecher konstruiert, der auf der Haut funktioniert. Das System lässt sich auch als Mikrofon nutzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Lautsprecher aus Nanomaterialien: Die Membran ist auch als Mikrofon nutzbar.
Lautsprecher aus Nanomaterialien: Die Membran ist auch als Mikrofon nutzbar. (Bild: Ulsan National Institute of Science and Technology/Science Advances)

Richtig Hifi-tauglich ist dieser Lautsprecher nicht, aber der Handrücken ist vielleicht auch kein guter Resonanzraum: Forscher aus Südkorea haben einen Lautsprecher aus Nanodrähten gebaut und auf der Haut angebracht. Er funktioniert, auch wenn der Klang Wünsche offen lässt.

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Der Lautsprecher besteht aus Nanodrähten aus Silber, die ein Netz bilden. Dieses wiederum sei in eine durchsichtige Nanomembran aus einem Polymer eingebettet, schreiben die Forscher des Ulsan National Institute of Science and Technology (UNIST) in der Fachzeitschrift Science Advances. Die Membran lässt sich nicht nur als Lautsprecher, sondern auch als Mikrofon nutzen.

Die Wissenschaftler brachten die Nanomembran auf der Haut auf dem Handrücken eines Probanden an. Damit konnten sie ein Musikstück des italienischen Geigers und Komponisten Niccolò Paganini abspielen, wenn auch nur in relativ schlechter Qualität.

Die Nanodrähte hätten gegenüber Nanoröhrchen aus Kohlenstoff den Vorteil, dass sie im Nanobereich stabiler seien, sagen die Forscher. Auf die Materialstärke komme es bei dieser Anwendung aber an.

"Der größte Durchbruch in unserer Forschungsarbeit ist die Entwicklung ultradünner, transparenter und leitfähiger Hybrid-Nanomembranen, die weniger als 100 Nanometer dick sind", sagte Hyunhyub Ko, einer der an dem Projekt beteiligten Wissenschaftler, dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Die sehr guten optischen, elektrischen und mechanischen Eigenschaften ermöglichten es, die Nanomembranen als praktisch unsichtbare Lautsprecher und Mikrofone auf die Haut aufzubringen.

Der Lautsprecher emittiert Schall über Schwingungen der Umgebungsluft. Diese Schwingungen werden durch Temperaturschwankungen erzeugt. Diese entstehen durch den elektrischen Strom, der durch die Nanodrähte fließt und diese erwärmt.

Das System ist erst ein Prototyp. Um daraus ein kommerzielles Produkt zu machen, müssten die Stabilität der Silbernanodrähte sowie die Leistung des Lautsprechers verbessert werden, sagte Ko.



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confuso 06. Aug 2018

Ich dachte zwar eher an Wanzen, aber ja, telefonieren sollte auch gehen.


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