Abo
  • IT-Karriere:

Nanotechnologie: Forscher entwickeln Glas, das nicht spiegelt und beschlägt

Ein Display, das nicht spiegelt, eine Brille, die nicht beschlägt - das versprechen Wissenschaftler des MIT. Sie haben eine Beschichtung für Glas entwickelt, die aufgrund ihrer Struktur Reflexionen verhindert. Wasser perlt ab und säubert dabei das Glas.

Artikel veröffentlicht am ,
Klare Sicht: Nanobeschichtung verhindert, dass das Glas beschlägt.
Klare Sicht: Nanobeschichtung verhindert, dass das Glas beschlägt. (Bild: Kyoo-Chul Park, Hyungryul Choi/MIT)

Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine Nanobeschichtung für Glas entwickelt, die jegliche Spiegelung verhindert. Was Brillenträger freuen wird: Das Glas beschlägt nicht.

Stellenmarkt
  1. über Tröger & Cie. Aktiengesellschaft, Bielefeld
  2. Vodafone GmbH, Ratingen

Die Beschichtung besteht aus 1.000 Nanometer langen Nanozapfen. Diese sind an der Basis etwa 200 Nanometer breit und laufen nach oben spitz zu, erklären die Forscher Kyoo-Chul Park und Hyungryul Choi im Fachmagazin ACS Nano. Diese werden mit einem Verfahren, wie es vergleichbar auch in der Chipherstellung angewandt wird, hergestellt. Sie haben bereits ein Patent darauf angemeldet.

Nanozapfen

Das Glas wird zunächst mit mehreren hauchdünnen Lagen beschichtet. Darauf wird ein Gittermuster projiziert, und dann werden die Schichten sukzessive weggeätzt, bis nur noch die Zapfen übrig sind. Diese Oberflächenstruktur verleihe dem Glas seine besonderen Eigenschaften, erklärten die Wissenschaftler.

  • Nanozapfen sind für die besonderen Eigenschaften verantwortlich. (Bild: Kyoo-Chul Park, Hyungryul Choi/MIT)
  • So beschlägt das beschichtete Glas nicht - wie dieser Vergleich zeigt. (Bild: Kyoo-Chul Park, Hyungryul Choi/MIT)
Nanozapfen sind für die besonderen Eigenschaften verantwortlich. (Bild: Kyoo-Chul Park, Hyungryul Choi/MIT)

So beseitige sie praktisch jede Reflexion. Außerdem prallen durch die Beschichtung Wassertropen von dem Glas beinahe wie ein Gummiball ab. Nicht nur, dass das Glas so keine Wasserflecken bekommt - die Tropfen entfernen auch gleich noch Staub von der Oberfläche.

Bildschirme und Brillen

Dadurch ergebe sich eine Vielzahl von möglichen Anwendungen: Bildschirme von Notebooks, Tablets oder Smartphones, die nicht spiegeln etwa, oder Brillen, die nicht beschlagen. Entspiegelte Mikroskope oder Kameras, die zudem nicht mehr anlaufen, eignen sich gut für den Einsatz in einer feuchten Umgebung. Auch Windschutzscheiben könnten aus diesem Glas gefertigt werden.

Profitieren würden aber auch Solarzellen, berichten die Forscher: Durch die entspiegelte Beschichtung würde mehr Licht absorbiert und weniger reflektiert, was die Effizienz der Zelle steigere. Das gelte vor allem für die Morgen- und Abendstunden, in denen herkömmliche Solarzellen etwa 50 Prozent des Lichts reflektieren.

Weniger Schmutz - höhere Effizienz

Eine weitere Effizienzsteigerung bringe die Fähigkeit der Oberfläche, sich selbst zu reinigen: Durch Schmutz und Staub, der sich darauf absetzt, verliere ein Photovoltaikmodul in einem halben Jahr rund 40 Prozent seiner Effizienz. Das könnte eine selbstreinigende Oberfläche verhindern.

Das Glas oder auch ein anderer transparenter Stoff, wie etwa Polymere, könnte mit dieser Oberfläche versehen werden, wenn das Material noch heiß und formbar sei. Es würde mit einer Walze bearbeitet, die über eine entsprechende Textur verfüge. Ein solcher Schritt könne nach Meinung der Forscher in den Produktionsprozess integriert werden, ohne große Kosten zu verursachen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 124,99€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. Football Manager 2019 für 17,99€, Car Mechanic Simulator 2018 für 7,99€, Forza Horizon...

Rungard 08. Mai 2012

Wenn ein Objekt Licht absorbiert, erscheint es uns schwarz. Da das Glas ja weiterhin...

SoniX 02. Mai 2012

Schmierig nur beim auftragen. Dann wirds abgespült und sieht aus wie neu :-) Da ist dann...

kendon 02. Mai 2012

und warum genau sollte das teurer werden als das ursprünglich mitgelieferte?

KleinerWolf 02. Mai 2012

und zwar in der Form, als würde er schon auf der Scheibe hängen ;-P

Eheran 30. Apr 2012

"Forscher entwickeln Beschichtung, die Wasser abperlen lässt und entspiegelt" Das Glas...


Folgen Sie uns
       


IT-Headhunter: ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
IT-Headhunter
ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

Marco Nadol vermittelt für Hays selbstständige Informatiker, Programmierer und Ingenieure in Unternehmen. Aus langjähriger Erfahrung als IT-Headhunter weiß er mittlerweile sehr gut, was ihre Chancen auf dem Markt erhöht und was sie verschlechtert.
Von Maja Hoock

  1. Jobporträt Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
  2. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
  3. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Smartphones Android-Q-Beta für Oneplus-7-Modelle veröffentlicht
  2. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  3. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

    •  /