Abo
  • Services:

Nanokristalle: Intelligente Fenster lassen Sonne rein und sperren Hitze aus

US-Forscher haben eine Fensterbeschichtung entwickelt, die das Aufheizen der Räume verhindern soll, gleichzeitig aber genügend Sonnenlicht hindurchlässt. Die Eigenschaften lassen sich unabhängig voneinander steuern. Möglich machen das winzige Kristalle im Nanometerbereich.

Artikel veröffentlicht am ,
Neue Fensterbeschichtungen sollen dynamisch Hitze aussperren und  Sonnenlicht passieren lassen.
Neue Fensterbeschichtungen sollen dynamisch Hitze aussperren und Sonnenlicht passieren lassen. (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Forscher am Lawrence Berkeley National Laboratory haben ein Material aus einer dünnen Schicht von Nanokristallen entwickelt, die im Glas eingebettet sind. Damit lässt sich durch das Anlegen einer elektrischen Spannung die Durchsichtigkeit der Scheibe modifizieren. Das ist grundsätzlich nichts Neues - elektrochromatische Fenster gibt es schon lange. Im Gegensatz zu bisherigen Lösungen ermöglicht die Beschichtung allerdings, die aufheizende Infrarotstrahlung abzuhalten und gleichzeitig das sichtbare Licht auf Wunsch hindurchzulassen. Das soll nicht nur Energie sparen, sondern auch den Wohnkomfort erhöhen.

  • Nanokristalle aus Indiumzinnoxid (blau) in einer gläsernen Matrix aus Niob-Oxid (grün) ergeben einen Verbundstoff, der durch das Anlegen einer elektrischen Spannung infrarotdurchlässig oder infrarotsperrend wird. (Bild: Berkeley Lab)
Nanokristalle aus Indiumzinnoxid (blau) in einer gläsernen Matrix aus Niob-Oxid (grün) ergeben einen Verbundstoff, der durch das Anlegen einer elektrischen Spannung infrarotdurchlässig oder infrarotsperrend wird. (Bild: Berkeley Lab)
Stellenmarkt
  1. Volkswagen AG, Wolfsburg
  2. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Köln-Gremberghoven

"In den USA wird die Hälfte der Energie auf Licht, Wärmeerzeugung und Kühlung unserer Gebäude verwendet", sagte die Chemikerin Delia Milliron am Berkeley Lab, die die Forschungsarbeiten leitet. "Beim Einsatz als Fensterbeschichtung kann unser neues Material große Auswirkungen die Energieeffizienz von Gebäuden haben."

Die Beschichtung aus einem neuen elektrochromatischen Material besteht aus winzigen Kristallen aus Indiumzinnoxid, die in einer gläsernen Struktur aus Niob-Oxid eingebettet sind.

Die Fensterbeschichtung kann unabhängig voneinander Infrarotstrahlung und sichtbares Licht blockieren oder hindurchlassen. So lässt sich Geld für die Kühlung von Gebäuden, aber auch für künstliche Beleuchtung sparen. Das Fenster kann sowohl dunkel geschaltet werden, um Wärme und Licht zu blockieren, als auch voll transparent gemacht werden.

Der Website Business Insider sagte die Wissenschaftlerin, dass die so beschichteten Fenster idealerweise an ein Steuersystem angeschlossen werden, das Helligkeit und Wärme misst und die Durchlässigkeit des Fensters dann entsprechend anpasst. Eine manuelle Eingriffsmöglichkeit sei aber wünschenswert.

Die Forscher haben ihre Arbeit im wissenschaftlichen Journal Nature unter dem Titel "Tunable near-infrared and visible light transmittance in nanocrystal-in-glass composites" veröffentlicht. Wann die Technik in den Handel kommt, ist noch nicht absehbar.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Spider-Man 1-3 für 8,49€, X-Men 1-6 für 23,83€ und Batman 1-4 für 14,97€)
  2. 4,25€

Dragos 15. Aug 2013

Versteh ich nicht. Aber der Bildtexte geht ein wenig in den Artikel hinein. Kann man gut...

David64Bit 15. Aug 2013

Dazu gibt's auch einige Konzepte mit Lux-Sensoren auf den Arbeitsplätzen und...

gaym0r 15. Aug 2013

Tja, man sollte den Artikel wohl genau lesen. Danke! Gruß

ad (Golem.de) 15. Aug 2013

Danke, habe den Text gekürzt. Mit freundlichen Grüßen, ad (golem.de)


Folgen Sie uns
       


Vampyr - Fazit

Vampyr überzeugt uns relativ schnell im Test. Nach einer Weile flacht die Blutsaugerei aber wegen langweiliger Gespräche und Probleme mit der Kameraführung ab.

Vampyr - Fazit Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

Live-Linux: Knoppix 8.3 mit Docker
Live-Linux
Knoppix 8.3 mit Docker

Cebit 2018 Die Live-Distribution Knoppix Linux-Magazin Edition bringt nicht nur die üblichen Aktualisierungen und einen gegen Meltdown und Spectre geschützten Kernel. Mir ist das kleine Kunststück gelungen, Knoppix als Docker-Container zu starten.
Ein Bericht von Klaus Knopper


      •  /