Abo
  • Services:

Nano-SIM: Der Kartentausch kann teuer werden

Falsche SIM-Karte. Wer das beim Austausch des Smartphones bemerkt, muss oft für eine neue Karte bezahlen. Verbraucherschützer haben hierbei erhebliche Unterschiede bei den Kosten festgestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Nano-SIM-Karte
Nano-SIM-Karte (Bild: Golem.de)

Viele Mobilfunkprovider verlangen zum Teil erhebliche Gebühren für den Austausch der SIM-Karte, wie eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ergab. Dabei müssen Vertragskunden oftmals mehr bezahlen als Prepaid-Kunden. Es gibt aber auch einige Anbieter, bei denen der Austausch der SIM-Karte kostenlos vorgenommen wird.

Drei Kartengrößen

Stellenmarkt
  1. 10X Innovation GmbH & Co. KG, Berlin
  2. ENSO Energie Sachsen Ost AG, Dresden

Derzeit gibt es drei SIM-Kartengrößen auf dem Markt und noch haben nicht alle Nano-SIM-Karten. Wer noch eine Mini- oder Micro-SIM-Karte besitzt und auf ein Smartphone mit einem Steckplatz für Nano-SIM-Karten wechselt, sollte die Karte austauschen. Denn Anbieter raten davon ab, selbst mit Messer oder Schere Hand anzulegen und die Karte zu verkleinern.

Dabei besteht die Gefahr, dass die SIM-Karte irreparabel beschädigt wird. Zudem könnte es dann passieren, dass auch der SIM-Steckplatz am Smartphone nicht mehr funktioniert, wenn die Karte einen Defekt hat. Dann müsste das Smartphone zur Reparatur, damit es wieder verwendet werden kann.

Um das zu vermeiden, sollte der Nutzer lieber eine passende Nano-SIM-Karte bei seinem Mobilfunkprovider bestellen. Bei diesem Vorgang ist es in der Regel so, dass der Kunde eine Nano-SIM-Karte erhält, die dann erst noch freigeschaltet werden muss. Damit wird die bisherige Karte automatisch deaktiviert.

O2-Vertragskunden müssen besonders viel zahlen

Der Mobilfunknetzbetreiber O2 verlangt von seinen Vertragskunden für den Austausch der SIM-Karte 24,99 Euro - das ist die höchste Gebühr, die bei der Erhebung der Verbraucherschützer entdeckt wurde. Die Verbraucherzentrale hat in Stichproben bei großen Mobilfunkprovidern Erkundigungen eingeholt.

Freenet-Kunden müssen 19,95 Euro zahlen und bei 1&1 fallen dafür 15,39 Euro an. E-Plus verlangt 14,95 Euro, 9,90 Euro sind es bei Vodafone. Diese Preise gelten allesamt für Vertragskunden. Prepaid-Kunden kommen günstiger weg. Vermutlich fürchten die Anbieter, dass die Kunden bei zu hohen Kosten für den Kartentausch kurzerhand zu einem anderen Anbieter wechseln.

Im Prepaid-Bereich ist es bei Congstar besonders teuer

Im Prepaid-Bereich war der Kartentausch bei Congstar mit 14,99 Euro besonders teuer. O2 und Freenet verlangen jeweils 10 Euro, Prepaid-Kunden von Vodafone oder Tchibo Mobil sind mit 5 Euro dabei.

Besonders gut abgeschnitten hat die Deutsche Telekom. Sie bietet sowohl Vertrags- als auch Prepaid-Kunden einen kostenlosen Kartenaustausch an. Bei Base und Aldi Talk gibt es immerhin für die Prepaid-Kunden eine neue SIM-Karte ohne Aufpreis. Die Verbraucherschützer bemängelten zudem, dass bei vielen Anbietern die Kosten für den Kartentausch nur schwer auf deren Webseiten auffindbar seien.

Wer eine Nano-SIM-Karte besitzt, kann diese mit Hilfe passender Adapter auch in einem Micro-SIM- oder Mini-SIM-Steckplatz verwenden. Wer also derzeit einen neuen Vertrag abschließt oder sich eine neue Prepaid-Karte besorgt, sollte darauf achten, dass er eine Nano-SIM-Karte erhält. Dann ist er erst einmal für die Zukunft gerüstet.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 106,34€ + Versand
  2. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  3. bei Alternate kaufen

Makatu 18. Dez 2015

Bei meiner letzten Vertragsverlängerung mit Tarifwechsel hat mir O2 auch kostenlos eine...

cola79 09. Jun 2015

Das ist ja nicht gerade ein kleiner Anbieter, komisch dass die Verbraucherberatung gerade...

Xatu 14. Mär 2015

Hier hat Golem.de mit O2 mal wieder nur Halb geprüft. Die 25¤ die O2 haben will, fallen...

1ras 14. Mär 2015

Oder war die Garantie des Fernsehers gemeint? ;-) Im Ernst, warum soll die Garantie des...

Dragos 13. Mär 2015

Doof nur bei mir sind es 25 euro. und selbst 1 finde ih etwas viel. 5 wären OK...


Folgen Sie uns
       


Golem.de bastelt, spielt und entdeckt Nintendo Labo

Nintendo Labo soll mehr sein als eine neue Videospielmarke. Auf dem Anspiel-Event in Hamburg haben wir gebastelt, gespielt und die Funktionsweise von Karton-Klavier bis Robo-Rucksack erkundet.

Golem.de bastelt, spielt und entdeckt Nintendo Labo Video aufrufen
Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

    •  /