NAND Flash Preise: NVMe SSDs sind so günstig wie noch nie

Wer momentan eine NVMe-SSD kauft, wird wahrscheinlich von den Straßenpreisen für die kleinen Speicherriegel positiv überrascht werden. Bis zu zwei TByte gibt es für deutlich unter 100 Euro(öffnet im neuen Fenster) , und selbst für besonders schnelle PCIe-Gen-4-SSDs mit DRAM-Unterstützung und TLC-NAND ist der Aufpreis überschaubar.
Aktuell gibt es SSDs ohne DRAM-Cache und mit PCIe-Gen-3-Interface ab rund 82 Euro, vereinzelt sind auch PCIe-Gen-4-Modelle für nur ein paar Euro mehr zu haben. Unter den günstigen Angeboten sind auch bekannte Hersteller wie Crucial, Kingston, Solidigm (SK Hynix, vormals Intel) und Teamgroup. Für Anwender sind die teureren Pro-Modelle meistens ohnehin kaum sinnvoll, da sie erst bei großen Datenmengen den DRAM-Cache und ihren Vorteil bei der Schreibgeschwindigkeit ausspielen können.
Wer nicht so viel Speicherplatz benötigt, muss momentan nur rund 40 Euro für eine ein Terabyte NVMe SSD ausgeben. In Kombination mit AMD-A620- sowie Intel-H610-Mainboards kann man diesen Sommer besonders im Alltag sehr leistungsfähige Computer konfigurieren und je nach Anspruch dabei sogar die 500-Euro-Marke unterschreiten.
Wenn der Trend anhält, droht Speicherherstellern die Insolvenz
Für die Speicherhersteller ist das laut Phison-Chef Khein-Seng Pua allerdings bedrohlich(öffnet im neuen Fenster) . Alle drei großen NAND-Hersteller schreiben momentan rote Zahlen. Auch DRAM-Preise sind stark gefallen und sollen laut den Marktanalysten von Trendforce(öffnet im neuen Fenster) bis zum Jahresende um bis zu 15 Prozent weiter fallen. Erst zur Weihnachtssaison werden wieder höhere Preise erwartet.
Während die Hersteller versuchen, ihre Produktion an den langfristigen Bedarf anzupassen, haben Kunden also noch ein paar Monate so günstige SSD-Preise wie noch nie. Lediglich die vereinzelt bereits erhältlichen PCIe-Gen-5-SSDs sind sehr viel teurer. Mit dem Wechsel von Serverplattformen zu PCIe-Gen-5-Plattformen erwartet Adata(öffnet im neuen Fenster) dort eine steigende Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte und dadurch auch höhere Einnahmen für DRAM-Hersteller.



