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Nancy Grace Roman: SpaceX schickt neues Weltraumeleskop der Nasa ins All

Mit dem neuen Weltraumteleskop will die Nasa Milliarden Galaxien vermessen, nach Exoplaneten suchen und mehr Dunkle Energie erfahren.
/ Patrick Klapetz
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Illustration des Infrarot-Weltraumteleskops Nancy Grace Roman (Bild: NASA’s Goddard Space Flight Center/Conceptual Image Lab)
Illustration des Infrarot-Weltraumteleskops Nancy Grace Roman Bild: NASA’s Goddard Space Flight Center/Conceptual Image Lab

Der Start des neuen Infrarot-Weltraumteleskops der Nasa ist am 30. August 2026(öffnet im neuen Fenster) mit einer Falcon-Heavy-Trägerrakete von SpaceX erfolgt. Der Launch verlief reibungslos, die Rakete hob um 13:26 Uhr MESZ (7:26 Uhr Ortszeit) vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat ab.

An Bord befand sich das Nancy-Grace-Roman-Space-Telescope, das nun auf dem Weg zum Lagrange-Punkt L2 ist. In etwa 1,5 Millionen Kilometer Entfernung befindet sich dort auch das Weltraumteleskop James Webb. Die Reise bis dorthin dauert etwa drei Monate.

Nach der Ankunft folgen Tests und Kalibrierungen, bevor das Teleskop seine fünfjährige Suche beginnen kann. Eine spätere Missionsverlängerung bei genügend Treibstoffreserven und der weiteren Finanzierbarkeit des etwa 4,3 Milliarden US-Dollar teuren Projekts ist denkbar, aber noch nicht beschlossen.

Was kann Nancy Grace Roman?

Wie das Weltraumteleskop Hubble besitzt Roman einen 2,4 Meter großen Hauptspiegel, jedoch kann es mit seinem Weitwinkelinstrument (Wide-Field-Instrument) einen mindestens 100-mal größeren Himmelsausschnitt auf einmal erfassen.

Die 300-Megapixel-Infrarotkamera soll während der Mission Licht von bis zu einer Milliarde Galaxien vermessen. Daraus wollen Astronomen insbesondere mehr über Dunkle Materie und die beschleunigte Expansion des Universums durch Dunkle Energie lernen.

Die Nasa erwartet, rund 100.000 neue Exoplaneten zu entdecken, die meisten davon durch die Transitmethode, bei der das Licht des Sterns durch den Vorbeizug von Planeten kurzzeitig gedimmt wird. Außerdem erwartet die Behörde, etwa 1.000 Exoplaneten mit der Hilfe des Gravitationsmikrolinseneffekts zu entdecken, also dann, wenn sich ein Stern vor einen im Hintergrund befindlichen Stern schiebt und durch seine Masse den Raum krümmt. Dadurch kann man Objekte im Vordergrundsystem entdecken, die ansonsten verborgen bleiben. Diese Planeten können sich innerhalb oder leicht außerhalb der habitablen Zone befinden.

Zusätzlich trägt Roman einen experimentellen Koronografen, der das Licht eines Sterns ausblendet und dadurch deutlich schwächere Planeten direkt sichtbar machen soll. Die Technik soll bis zu 1.000-mal leistungsfähiger sein als bisherige Koronografen. Die Suche nach großen, jupiterähnlichen Planeten steht dabei im Fokus.

Das Infrarot-Weltraumteleskop Nancy Grace Roman dient als eine Art Vorbereitung des geplanten Habitable Worlds Observatory (Observatorium für bewohnbare Welten). Dieses spätere Teleskop soll einmal gezielt erdähnliche Planeten um sonnenähnliche Sterne direkt abbilden und deren Atmosphären nach möglichen Hinweisen auf Leben untersuchen. Roman demonstriert dafür zentrale Technologien wie aktive Spiegel zur Unterdrückung des Sternenlichts.


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