Abo
  • IT-Karriere:

Namespace: Linux-Kernel soll Zeit containerisieren

Nach einigen gescheiterten Versuchen soll der Linux-Kernel nun erneut einen eigenen Namesraum für Zeit-Informationen erhalten. Sinnvoll sei das vor allem für die Nutzung innerhalb von Containern.

Artikel veröffentlicht am ,
Linux-Container sollen künftig besser mit zeitlichen Veränderungen umgehen können.
Linux-Container sollen künftig besser mit zeitlichen Veränderungen umgehen können. (Bild: Liam Quinn/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Für die sogenannte Container-Technik verfügt der Linux-Kernel über eine Vielzahl von Möglichkeiten, bestimmte Ressourcen des Betriebssystems in Namensräumen so zu isolieren, dass Prozesse und Prozessgruppen eine eigene Sicht auf das System erhalten. Das gilt für das Dateisystem, Netzwerkressourcen und viele weitere Dinge. Was bisher jedoch auf Linux-Systemen einheitlich ist, ist die Verwendung der Ressource Zeit, was sich nun möglicherweise aber ändern könnte.

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, Nürnberg
  2. BSI Systeme GmbH, Mönchengladbach

Denn Patches der Entwickler Dmitry Safonov und Andrei Vagin sollen dazu dienen, einen Namensraum für zwei Variablen des Kernels zu implementieren, in denen Zeitinformationen gespeichert werden. Dabei handelt es sich um CLOCK_MONOTONIC und CLOCK_BOOTTIME. Diese seien zwar monoton, hätten aber keinen fest definierten Startzeitpunkt und seien somit auf verschiedenen Systemen unterschiedlich. Werden jedoch Container zwischen verschiedenen Knoten migriert, müsste die Zeit in den Containern wieder synchronisiert werden.

Für die Umsetzung haben die Entwickler einen Zeitabstand der Systemuhren je Namensraum erstellt. Erfragt nun ein Prozess in diesem Namensraum die Zeit, erhält er die Summe aus der Systemzeit und des gespeicherten Abstands. Darüber hinaus hat das Team noch einen Mechanismus entwickelt, der es Userspace-Anwendungen einfacher ermöglicht, auf diese Zeitinformationen zuzugreifen.

Laut der Erklärung zu den Patches gab es bereits im Jahr 2006 erste Versuche, die Zeit unter Linux in einem Namensraum zu virtualisieren. Trotz mehrerer Diskussionen gebe es aber bis heute keine Lösung für dieses Problem. Ein Artikel des Magazins LWN.net liefert weitere Details zu der Technik.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (z. B. Core i5 9600K + Gigabyte Z390 Aorus Master für 468,00€, Core i7 900K + MSI MPG Z390...
  2. GRATIS
  3. 129,90€ (Bestpreis!)
  4. 59,99€ (Release am 15. November)

Kein Kostverächter 25. Sep 2018

Steht doch im Artikel. Es gibt mehrere Timer in Betriebssystemen. Neben dem, der die Real...


Folgen Sie uns
       


Xiaomi Mi 9T Pro - Fazit

Das Mi 9T Pro von Xiaomi ist eines der ersten Smartphones, das der chinesische Hersteller offiziell in Deutschland anbietet. Im Test überzeugt das Gerät durch sehr gute Hardware zu einem verhältnismäßig geringen Preis.

Xiaomi Mi 9T Pro - Fazit Video aufrufen
Programmiersprache: Java 13 bringt mehrzeilige Strings mit Textblöcken
Programmiersprache
Java 13 bringt mehrzeilige Strings mit Textblöcken

Die Sprache Java steht im Ruf, eher umständlich zu sein. Die Entwickler versuchen aber, viel daran zu ändern. Mit der nun verfügbaren Version Java 13 gibt es etwa Textblöcke, mit denen sich endlich angenehm und ohne unnötige Umstände mehrzeilige Strings definieren lassen.
Von Nicolai Parlog

  1. Java Offenes Enterprise-Java Jakarta EE 8 erschienen
  2. Microsoft SQL-Server 2019 bringt kostenlosen Java-Support
  3. Paketmanagement Java-Dependencies über unsichere HTTP-Downloads

Mobile-Games-Auslese: Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone
Mobile-Games-Auslese
Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone

Markus Fenix aus Gears of War kämpft in Gears Pop gegen fiese (Knuddel-)Aliens und der Typ in Tombshaft erinnert an Indiana Jones: In Mobile Games tummelt sich derzeit echte und falsche Prominenz.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Verdrehte Räume und verrückte Zombies für unterwegs
  2. Dr. Mario World im Test Spielspaß für Privatpatienten
  3. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß

Geothermie: Wer auf dem Vulkan wohnt, muss nicht so tief bohren
Geothermie
Wer auf dem Vulkan wohnt, muss nicht so tief bohren

Die hohen Erwartungen haben Geothermie-Kraftwerke bisher nicht erfüllt. Weltweit setzen trotzdem immer mehr Länder auf die Wärme aus der Tiefe - nicht alle haben es dabei leicht.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Nachhaltigkeit Jute im Plastik
  2. Nachhaltigkeit Bauen fürs Klima
  3. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?

    •  /