Nakamura Masaya: Gründer von Namco und Pac-Man-Erfinder ist tot

Von zwei elektrischen Pferden über Pac-Man zu Tekken und Ridge Racer: Der Gründer des japanischen Spieleunternehmens Namco, Nakamura Masaya, ist mit 91 Jahren gestorben. In seiner langen Amtszeit führte er das Unternehmen durch verschiedene Phasen der Spieleindustrie.

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Nakamura Masaya bei der Bekanntgabe der Fusion von Namco und Bandai
Nakamura Masaya bei der Bekanntgabe der Fusion von Namco und Bandai (Bild: Reuters/Nakao Yuriko)

Der Gründer und langjährige Präsident von Namco, Nakamura Masaya, ist tot. Das hat der seit seiner Fusion mit Bandai als Bandai Namco bekannte japanische Hersteller in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Nakamura verstarb mit 91 Jahren bereits am 22. Januar 2017, gemäß seinem letzten Willen sollte die Todesnachricht erst nach der Totenfeier veröffentlicht werden.

Zwei Pferde auf dem Kaufhausdach

Nakamura wurde 1925 geboren und machte 1948 seinen Abschluss an der damaligen Industriefachschule in Yokohama, der heutigen staatlichen Universität Yokohama. 1955 gründete er einen Fertigungsbetrieb, dessen erstes Produkt zwei elektrisch betriebene Pferde-Fahrgeschäfte auf dem Dach eines Supermarkts in Yokohama waren.

Nakamuras Fabrik stellte zunächst weiter Fahrgeschäfte für Freizeitparks her. 1971 wurde die Firma in Namco umbenannt, was ein Akronym für Nakamura Amusement Machine Manufacturing Company ist. 1974 hat das Unternehmen unter Nakamuras Führung die japanische Sparte von Atari übernommen und stieg so in das Videospielgeschäft ein.

Erfolg in den Spielhallen

Dieses sollte sich für Namco als äußerst erfolgreich herausstellen: Mit seinen Münzspielautomaten war Namco fester Bestandteil der Spielhallen der späten 1970er und 1980er Jahre. 1980 hat das Unternehmen den Pac-Man-Automaten veröffentlicht, der im Guinessbuch immer noch als der erfolgreichste Videospielautomat der Welt verzeichnet ist. Nakamura gilt als "Vater von Pac-Man", programmiert wurde das Spiel von Iwatani Toru.

Weitere Spieleklassiker von Namco sind unter anderem Galaga, Xevious, Tekken und zahlreiche Rennspielautomaten, darunter Ridge Racer. In den 1990er Jahren begann Namco auch, seine Spiele für Konsolen anzubieten. 2005 haben Namco und Bandai ihr operatives Geschäft als Bandai Namco Holdings zusammengelegt, Nakamura übernahm mit 80 Jahren die Stelle als leitender Berater.

Fusion mit Bandai und Restrukturierungen

2006 ging die Spielesparte von Bandai in Namco auf, Nakamura übernahm den Vorsitz der neuen Aktiengesellschaft Bandai Namco Games. Gleichzeitig wurde er Vorsitzender einer neu gegründeten Aktiengesellschaft, die wieder den Namen Namco trägt und für Spielautomaten zuständig ist. Kurze Zeit später wechselte er bei beiden Unternehmen in den Status eines Ehrenberaters.

Nakamura wurde zu Lebzeiten unter anderem der Orden am Blauen Band und der Orden der Aufgehenden Sonne verliehen, der für außergewöhnliche Verdienste im zivilen Bereich vergeben wird. Zur Todesursache Nakamuras hat sich Bandai Namco nicht geäußert.

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