Nahverkehr: Verkehrsverbünde wollen Ticketkäufe in ihren Apps vernetzen
Nutzer sollen künftig nicht mehr für jede Region eine eigene Nahverkehrs-App benötigen. Bislang sind bereits sechs Verkehrsverbünde an dem Projekt beteiligt und machen damit dem Handyticket Deutschland Konkurrenz.
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) will den deutschlandweiten Kauf von Fahrkarten per App erleichtern. Vom kommenden Jahr an solle es möglich sein, dass Nutzer beispielsweise mit der App des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) auch Tickets für die Straßenbahnen in Stuttgart kaufen könnten, sagte VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Zunächst seien neun Verkehrsbetriebe beteiligt, unter anderem aus Frankfurt, Stuttgart, München, Bochum, Dortmund und Mannheim. sagte Wolff. Auch die Deutsche Bahn sei unter den Projektpartnern.
Dem Bericht zufolge soll es später auch möglich sein, Fernverkehrsfahrkarten über das Mobility Inside genannte System zu kaufen. "Das Mobilitätsverhalten hat sich verändert und sich weit über die eigene Stadt oder Region ausgedehnt, die Verkehrsverbünde sind in ihren räumlichen Grenzen aber so geblieben, wie sie sind", sagte RMV-Chef und VDV-Vizepräsident Knut Ringat laut FAZ. Fahrgäste müssten daher die Möglichkeit bekommen, mit einer App durch ganz Deutschland zu fahren.
München und Leipzig noch unentschieden
Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa relativierte VDV-Sprecher Lars Wagner jedoch den Bericht. München und Leipzig seien zwar im Gespräch, doch liefen dort noch die Entscheidungsprozesse. Auch sei fraglich, ob die Deutsche Bahn bereits von 2020 an mitmache. Das entscheide sich erst in den kommenden Monaten.
Bislang gibt es über den Anbieter Handyticket Deutschland die Möglichkeit, mithilfe einer einzigen App Nahverkehrstickets in mehreren deutschen Regionen zu kaufen. Die vom VDV genannten Verkehrsverbünde sind dort jedoch nicht vertreten. Zu Handyticket Deutschland gehören unter anderem der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sowie mehrere Betriebe in Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) haben Handyticket Deutschland zum 31. März 2019 verlassen. Dahinter sollen "vergaberechtliche Gründe" stehen. Nach Angaben von VDV-Sprecher Wagner lässt sich das Angebot von Handyticket Deutschland nicht so weiterentwickeln. Es stamme aus einer Zeit, in der Smartphones noch nicht so verbreitet gewesen seien.
In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD unter anderem beschlossen: "Anbieter des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs werden dazu verpflichtet, eine Schnittstelle für Portale bereitzustellen, die Information und Buchung integrierter Mobilität (wie z. B. Tickets) deutschlandweit ermöglicht. Diese soll auch anderen Anbietern offenstehen." Zudem wollen die beiden Parteien, dass "die Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV künftig mit einem elektronischen Ticket (eTicket) bargeldlos - vorzugsweise mit einer Anwendung im Smartphone - über Verkehrsverbünde hinweg bundesweit fahren können."
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In Kenia kann man auch so gut wie alles mit dem Handy Bezahlen. Egal ob Bus, Taxi, Zug...
Handy Tickets werden nach Kauf lokal auf dem Smartphone gespeichert.
Der Grund wird vermutlich einfach die Provision gewesen sein. Über eine eigene App...
Hoffentlich funktioniert das nicht nur über Google/Apple-Smartphones