Nahverkehr: Elektrobusse der BVG machen wegen Kälte schlapp

Einige Elektrobusse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben Schwierigkeiten mit dem Winter-Härtetest. 23 Mal fielen E-Busse auf den Linien am 8. Februar 2021 aus, wie die Berliner Morgenpost(öffnet im neuen Fenster) am 10. Februar berichtete. Wegen der Kälte reiche die Batterieladung nicht aus. Eine BVG-Sprecherin sagte, die Ausfälle entsprächen 1,7 Prozent der Elektrobusleistung.
Die Busse seien durch andere Elektrofahrzeuge oder Dieselbusse ersetzt worden, in denen Fahrgäste die Fahrt fortsetzen konnten. "Aus diesem Grund hat sich niemand die Füße abgefroren" , betonte die Sprecherin. Eigentlich müssten die Busse bei minus zehn Grad 130 Kilometer fahren. Die BVG sei mit dem Hersteller über eine Lösung im Gespräch.
Wie Verbrenner verbrauchen auch Elektrobusse an kalten Tagen mehr Energie, weil die Heizung über die Batterie läuft. Die Probleme traten nach BVG-Angaben bei Fahrzeugen auf, die per Stecker auf den Betriebshöfen aufgeladen werden. Keine Schwierigkeiten gibt es demnach mit Modellen, die an Endhaltestellen aufladen.
BVG vergrößert ELektrobus-Flotte nach und nach
Die BVG setzt seit fast zwei Jahren Elektrobusse auf verschiedenen Strecken ein. Im Herbst 2020 konnte der die Nahverkehrsgesellschaft den 100. Bus in Betrieb nehmen . Zu diesem Zeitpunkt gab die BVG die Zuverlässigkeit mit 91 Prozent an. 2.800 Tonnen Kohlendioxid sollen eingespart worden sein.
Berlin erlebt wie weite Teile Deutschlands zu Beginn des Jahres 2021 einen sehr strengen Winter mit Tiefsttemperaturen bis weit unter dem Gefrierpunkt - und das auch tagsüber. Derartig niedrige Temperaturen, die zudem mit durchgängigem Schneefall verbunden sind, hat es seit Jahren nicht mehr gegeben.



