Abo
  • IT-Karriere:

Keine Leerfahrten

Im konventionellen Betrieb reiche es aus, dass der Fahrgast wisse, wo die nächstgelegene Haltestelle sei und wann der Bus fahre. "Er geht zur Haltestelle und kann fahren", sagt Brost. "Bei dem bedarfsgerechten System muss der Fahrgast aktiv werden und den Bus bestellen. Das braucht eine gewisse Gewöhnung. Das hat aber zunehmend gut geklappt."

Stellenmarkt
  1. LDB Gruppe, Berlin
  2. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe, Ettlingen

Wichtig war, dass die Bürger mit einbezogen wurden. Das Konzept sollte "nicht aus Ingenieurssicht, am Kunden vorbei" entwickelt werden, sagte uns DLR-Mitarbeiter Matthias Klötzke während der Vorbereitung des Reallabors: Die Schorndorfer wurden in einer Informationskampagne aufgeklärt und nach ihren Wünschen befragt.

"Es dauerte eine Weile bis das System bekannt war und die Fahrgäste sich daran gewöhnt hatten", räumt Brost ein. Entsprechend hielt sich die Begeisterung der Schorndorfer zunächst in Grenzen. Hinzu kam, dass es am Anfang einige kleinere Probleme mit der Bedienung der App gab, die aber schnell gelöst werden konnten.

Umstiege wurden vermieden

Einer der Vorteile für die Bürger war der Takt: Manche Haltestellen würden regulär nur alle zwei Stunden angefahren. "Da konnten wir einen Halbstundentakt auf Bestellung anbieten", erzählt Brost. Zudem freuten sich die Fahrgäste, dass sie Umsteigen vermeiden konnten: Es gebe einige Ost-West-Verbindungen, die im Normalbetrieb nicht ohne Umsteigen zu bewältigen seien. Die seien bei großen Takten - in Randzeiten fahren die Busse teilweise nur alle zwei Stunden - auch mit Wartezeiten verbunden. Wer jedoch beim Bedarfsbus eine solche Verbindung angemeldet habe, der sei ohne Umsteigen und Wartezeit ans Ziel gekommen.

Gefahren wurde ab einem Passagier. Aber: "Wenn der Bus nicht bestellt wurde, ist er auch gar nicht erst losgefahren", sagt Brost. Gerade in Randzeiten wie etwa am Samstag- oder Sonntagmorgen konnten sich die Busfahrer ausruhen, statt leer durch den Ort zu fahren. Etwa 20 Prozent der Umläufe wurden eingespart.

  • Der Bus fährt nicht nach Fahrplan, er wird per App gebucht. (Bild: DLR)
  • Ein Algorithmus errechnete aus den Fahrtwünschen die Fahrtroute. (Bild: Stadt Schorndorf)
  • Jede Fahrt war anders - die Busfahrer orientierten sich mit einer eigenen App. (Bild: DLR/Frank Eppler)
  • Die Busse waren kleiner als normale Linienbusse - und sie fuhren nie leer.  (Bild: DLR)
  • Nach dem Nutzer-Feedback wurde ein neues Fahrzeugkonzept entwickelt. (Bild: DLR/Frank Eppler)
Die Busse waren kleiner als normale Linienbusse - und sie fuhren nie leer. (Bild: DLR)

Das sei gut für die Umwelt - das zweite Ziel des Projekts - und bei den Anwohnern gut angekommen, sagt Brost. Ohnehin wurden während des Bedarfsbetriebes keine regulären Linienbusse, sondern kleinere Fahrzeuge eingesetzt: zwei Mercedes Sprinter City, von denen einer für ein anderes Mobilitätsprojekt mit einem Hybridantrieb ausgestattet worden war.

Die Bewertung für das Projekt fiel dennoch unterschiedlich aus.

 Nahverkehr: Der Bus auf Bestellung fährt nicht mehrSmartphone und Zufriedenheit 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-76%) 8,99€
  2. 2,99€
  3. 2,40€
  4. 0,00€

Tiberius Kirk 12. Mär 2019

Mich hätten da auch die Einzelheiten interessiert, nämlich: welches Gesetz das verhindern...

eechauch 11. Mär 2019

Vielleicht sollte ich mich mal fragen, wie es der DB-Navigator schafft, mir meine Bus...

ilona1 08. Mär 2019

Das ist ein alter Hut. In Friedrichshafen und Hannover gab es bereits 1978 den "Rufbus...

blaub4r 05. Mär 2019

Nicht der angefahrende ist schuld sondern der der rauf fährt. Konntest du nicht bremsen...

yosha 04. Mär 2019

Für den Satz würde ich dir glatt +50 Likes geben :-)


Folgen Sie uns
       


Days Gone - Fazit

In Days Gone sind wir als Rocker Deacon St. John im zerstörten Oregon unterwegs und erleben das ganz große Abenteuer.

Days Gone - Fazit Video aufrufen
Bethesda: Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt
Bethesda
Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt

Rund sechs Wochen lang hatte ich täglich viele spaßige und auch einige frustrierende Erlebnisse in Tamriel: Mittlerweile habe ich den Hexenkönig in TES Blades besiegt - ohne dafür teuer bezahlen zu müssen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades erhält mehr Story-Inhalte und besseres Balancing
  2. Bethesda TES Blades ist für alle verfügbar
  3. TES Blades im Test Tolles Tamriel trollt

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

    •  /