Abo
  • Services:
Anzeige
Die U-Bahn in Budapest.
Die U-Bahn in Budapest. (Bild: Attila Kisbedenek/AfP/Getty Images)

Nahverkehr: 18 jähriger E-Ticket-Hacker in Ungarn festgenommen

Die U-Bahn in Budapest.
Die U-Bahn in Budapest. (Bild: Attila Kisbedenek/AfP/Getty Images)

Wer eine Sicherheitslücke an ein Unternehmen meldet, sollte es dafür eigentlich nicht mit der Polizei zu tun bekommen. Doch ein Schüler in Ungarn wurde festgenommen, nachdem er Schwachstellen im neuen E-Ticket-System der Budapester U-Bahn gefunden hatte.

Ein 18-jähriger Schüler aus Ungarn hat eine Schwachstelle im E-Ticketing-System der Nahverkehrsbetriebe in der ungarischen Hauptstadt Budapest gefunden und wurde kurz nach Meldung der Probleme an das Unternehmen festgenommen. Das System wird von T-Systems Hungary betrieben. Das Unternehmen gehört zum ungarischen Telekommunikationsanbieter Telekom Hungary.

Anzeige

Dem Schüler gelang es, einen beliebigen Preis für ein Monatsticket festzulegen und sich ein gültiges Ticket auszustellen. Statt 9.500 Forint (etwa 30 Euro) bezahlte er mit 50 Forint nur noch etwa 16 Cent für das Ticket. Diesen Fehler meldete er ohne vorherige öffentliche Bekanntmachung an den Nahverkehrsbetreiber BKK (responsible disclosure). Trotzdem wurde er am Tag nach der Meldung vorübergehend festgenommen. Mittlerweile ist er wieder auf freiem Fuß. Unklar ist, ob ihm nun eine Anklage droht.

Betreiber sah Angriff auf IT-Systeme

Offenbar hatte der Betreiber des Systems, die Firma T-Systems Hungary (Ungarn) die ungewöhnlichen Anfragen des Schülers als Angriff interpretiert und im Rahmen der ungarischen Meldepflicht für IT-Vorfälle an die Behörden gemeldet. Dazu gehöre eine Anzeige gegen unbekannt, wie ein Sprecher der T-Systems International Golem.de sagte. T-Systems Hungary gehörte zum internationalen Konzern, wurde jedoch vor einigen Jahren an die Hungary Telekom verkauft. An der Hungary Telekom wiederum hält die Deutsche Telekom 59 Prozent der Anteile, der Rest der Anteile gehört dem ungarischen Staat.

Das E-Ticketing-System der BKK ist derzeit offenbar abgeschaltet und wird vermutlich überarbeitet, genauere Informationen dazu liegen uns jedoch bislang nicht vor. Laut eines Blogposts, der die Geschichte des Schülers erstmals öffentlich machte, soll T-Systems Hungary pro Monat rund 80.000 Euro für den Betrieb des Ticketing-Systems erhalten. Für diese Information gibt es jedoch keine offizielle Bestätigung.

Das System soll weitere Schwachstellen haben. Die Passwörter werden angeblich im Klartext gespeichert und Nutzern bei einer Passwort-vergessen-Anfrage auch im Klartext per Mail übersendet. Ob das dafür verantwortliche System ebenfalls von T-Systems Hungary oder einem anderen Zulieferer stammt, ist derzeit nicht bekannt.


eye home zur Startseite
DAUVersteher 25. Jul 2017

Dennoch kann man den Datenschutz nicht mit Deutschland vergleichen, dieser geht noch...

DAUVersteher 25. Jul 2017

Bisher waren alle Dokus (inkl. Marktcheck usw.) welche ich auf den ÖR gesehen habe extrem...

BingBong 25. Jul 2017

Die IP Adresse brauchten die vermutlich nicht einmal. In dem Blogpost stand, dass man...

elf 25. Jul 2017

Exakt! Genauso wie das Niveau hier im Thread.

Bautz 25. Jul 2017

Die Anzeige wurde wohl vorher erstattet, da man wohl verschiedene Eindringversuche...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. PSI Logistics GmbH, Aschaffenburg, Dortmund
  2. PTV Group, Karlsruhe
  3. EWE WASSER GmbH, Cuxhaven
  4. Robert Bosch GmbH, Dresden


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-73%) 7,99€
  2. (-46%) 26,99€
  3. 19,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Radeon Software 17.10.2

    AMD-Treiber beschleunigt Destiny 2 um 50 Prozent

  2. Cray und Microsoft

    Supercomputer in der Azure-Cloud mieten

  3. Wiper Premium J XK

    Mähroboter mit Persönlichkeitsstörung

  4. Fall Creators Update

    Microsoft will neues Windows 10 schneller verteilen

  5. Canon

    Riesiger Bildschirm soll DSLR und Tablet vereinen

  6. Wibotic Powerpad

    Induktions-Drohnenlandeplatz erhöht die Reichweite

  7. Mercedes-Benz Energy

    Elektroauto-Akkus werden zum riesigen Stromnetzspeicher

  8. Unternehmen

    1&1 Versatel bietet Gigabit für Frankfurt

  9. Microsoft

    Xbox One emuliert 13 Xbox-Klassiker

  10. DMT Bonding

    Telekom probiert 1 GBit/s ohne Glasfaser aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Essential Phone im Test: Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
Essential Phone im Test
Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
  1. Teardown Das Essential Phone ist praktisch nicht zu reparieren
  2. Smartphone Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung
  3. Andy Rubin Essential gewinnt 300 Millionen US-Dollar Investorengelder

Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test: Google fehlt der Mut
Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test
Google fehlt der Mut
  1. Pixel Visual Core Googles eigener ISP macht HDR+ schneller
  2. Smartphones Googles Pixel 2 ist in Deutschland besonders teuer
  3. Pixel 2 und Pixel 2 XL im Hands on Googles neue Smartphone-Oberklasse überzeugt

Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

  1. Re: Kann ich auf jeden Fall bestätigen

    guidol | 09:33

  2. Re: Was wirklich passiert

    Anonymouse | 09:33

  3. Blender gibt es auch für Windows

    cicero | 09:32

  4. Re: Apple wird immer peinlicher

    david_rieger | 09:32

  5. Nach Jahrzehten des Ausgeliefertseins...

    demon driver | 09:31


  1. 09:35

  2. 09:15

  3. 09:00

  4. 08:23

  5. 07:34

  6. 07:22

  7. 07:11

  8. 18:46


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel