Abo
  • Services:
Anzeige
Netzausbau der Telekom
Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Nahbereich: Bundesnetzagentur erlaubt Vectoring-Pläne der Telekom

Netzausbau der Telekom
Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Der exklusive Vectoring-Ausbau der Telekom im Nahbereich kann losgehen. Die Bundesnetzagentur erlaubt trotz Kritik der Wettbewerber die Pläne.

Die Bundesnetzagentur hat die Pläne der Deutschen Telekom für ein exklusives Vectoring im Nahbereich von Hauptverteilern endgültig gebilligt. "Nachdem die EU-Kommission Mitte Juli grünes Licht für unsere Entscheidung gegeben hat, und auch die Telekom uns Anfang dieser Woche ihre angekündigte verbindliche Ausbau- und Investitionszusage für den Vectoring-Rollout in den Nahbereichen vorgelegt hat, können wir das Regulierungsverfahren jetzt abschließen. Dies wird entscheidend dazu beigetragen, den flächendeckenden Breitbandausbau voranzubringen", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, am Donnerstag in Bonn.

Mit Hilfe der Vectoring-Technik können auch in herkömmlichen Kupferleitungen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit pro Sekunde erreicht werden. Allerdings nur dann, wenn die Technik auf ein gesamtes Bündel von Kupferleitungen angewandt wird, was die Konkurrenz ausschließt.

Anzeige

VULA statt TAL

Die 342-seitige Entscheidung umfasst laut Homann auch alle sonstigen Bedingungen, zu denen Wettbewerber in den kommenden Jahren den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) der Telekom, der sogenannten letzten Meile, erhalten können. Demnach bleibt die Telekom grundsätzlich dazu verpflichtet, "ihren Konkurrenten den Zugriff auf die entbündelte Teilnehmeranschlussleitung (...) zu gewähren".

Allerdings kann die Telekom den Zugang zur TAL in der unmittelbaren Umgebung ihrer rund 8.000 Hauptverteiler verweigern, falls sie dort ihre Anschlüsse mit der VDSL2-Vectoring-Technik erschließt. Sie muss dann den Wettbewerbern Ersatzprodukte anbieten. Dieses lokale virtuell entbündelte Zugangsprodukt (VULA) muss in seinen Eigenschaften der entbündelten TAL sehr nahe kommen. Die Entscheidung enthält zudem Regeln für eine finanzielle Kompensation der Wettbewerber durch die Telekom, wenn sie infolge des Vectoring-Ausbaus keinen Zugang zur entbündelten TAL mehr erhalten können.

Verbindliche Ausbauzusage abgegeben

Allerdings darf die Telekom nicht in jedem Gebiet den Zugang zu TAL verweigern. Ein Wettbewerber kann laut Bundesnetzagentur auch künftig in einem Nahbereich auf die "letzte Meile" zugreifen, wenn er sich in einem Gebiet bisher in stärkerem Maße bei der DSL-Erschließung von Kabelverzweigern und damit flächendeckender als die Telekom engagiert hat. Dort kann er die Nahbereiche selbst mit VDSL2-Vectoring erschließen, um so sein Versorgungsgebiet zu vervollständigen. Hierfür muss er innerhalb von drei Monaten seinerseits eine verbindliche Ausbauzusage vorlegen.

Die Telekom selbst hatte sich Anfang dieser Woche "verbindlich dazu verpflichtet, bundesweit alle Nahbereiche mit der Vectoring-Technik zu erschließen". Die Bundesnetzagentur geht nach eigenen Angaben davon aus, "dass die Telekom mit Blick auf andernfalls drohende spürbare Sanktionen ihre Investitions- und Ausbauzusage einhalten wird". Dadurch werde ein beschleunigter Ausbau von Anschlüssen mit Bandbreiten von mindestens 50 MBit/s wesentlich gefördert.

Genau das letztgenannte Ziel ist den Wettbewerbern viel zu unambitioniert. Durch den großflächigen Einsatz von Vectoring wird ihrer Meinung nach der Ausbau mit zukunftsfähigeren Glasfaserleitungen verhindert. So hatten Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation), Vatm (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) und Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) nach der EU-Entscheidung von Mitte Juli kritisiert: "Der für die kommende Gigabit-Gesellschaft so wichtige Ausbau mit hochmoderner Glasfaser bis direkt ins Gebäude oder die Wohnung (FTTB/FTTH) wird in den betroffenen Gebieten nun in vielen Fällen unmöglich, da dieser 'echte' Glasfaserausbau ohne den Einbezug der in der Regel dichter besiedelten Nahbereiche meist nicht rentabel realisierbar ist."


eye home zur Startseite
neocron 19. Okt 2016

der Meinung kann man durchaus sein, nur warum sollte man diese ernst nehmen? man kann...

spezi 02. Sep 2016

Netcologne ist auch der erste Anbieter, bei dem die Telekom das macht. Die Tarife nennen...

RipClaw 02. Sep 2016

Du solltest mal dein Leseverständnis überprüfen. Die Aussage ist das ihre...

johnripper 02. Sep 2016

9 von 10 Leute wissen nicht mal was Glasfaser ist. Und es ist ihnen auch egal.

RipClaw 02. Sep 2016

Ich lebe in so einem Fördergebiet und findet es eigentlich ganz gut das Vectoring nicht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. trinamiX GmbH, Ludwigshafen
  2. HAMBURG SÜD Schifffahrtsgruppe, Hamburg
  3. Robert Bosch GmbH, Bühl
  4. Ratbacher GmbH, Raum Nürnberg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 799,90€
  2. 6,99€
  3. täglich neue Deals

Folgen Sie uns
       


  1. Fifa 18 im Test

    Kick mit mehr Taktik und mehr Story

  2. Trekstor

    Kompakte Convertibles kosten ab 350 Euro

  3. Apple

    4K-Filme in iTunes laufen nur auf neuem Apple TV

  4. Bundesgerichtshof

    Keine Urheberrechtsverletzung durch Google-Bildersuche

  5. FedEX

    TNT verliert durch NotPetya 300 Millionen US-Dollar

  6. Arbeit aufgenommen

    Deutsches Internet-Institut nach Weizenbaum benannt

  7. Archer CR700v

    Kabelrouter von TP-Link doch nicht komplett abgesagt

  8. QC35 II

    Bose bringt Kopfhörer mit eingebautem Google Assistant

  9. Nach "Judenhasser"-Eklat

    Facebook erlaubt wieder gezielte Werbung an Berufsgruppen

  10. Tuxedo

    Linux-Notebook läuft bis zu 20 Stunden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  2. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro
  3. Apple iPhone 8 und iPhone 8 Plus lassen sich drahtlos laden

  1. Re: Wie viel muss sich die dubiose "Antiviren...

    bombinho | 02:28

  2. Re: Apple könnte das iPhone auch pünktlich...

    Pjörn | 02:05

  3. Re: Als Android-Nutzer beneide ich euch

    Pjörn | 01:37

  4. Re: Fakenews: Am 01.01.2023 wird das UKW-Radio...

    ManMashine | 01:21

  5. Re: Nicht mal auf Macs..

    mfreier | 00:58


  1. 18:13

  2. 17:49

  3. 17:39

  4. 17:16

  5. 17:11

  6. 16:49

  7. 16:17

  8. 16:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel