Nächstes Windows: Nein, Windows 12 kommt nicht 2026
Laut einem neuen Bericht von PC World, der auch von Golem aufgegriffen wurde, soll Microsoft wohl bereits an einem Windows 12 arbeiten. Offenbar ist dieser Bericht allerdings zumindest im Kern falsch. Das Magazin behauptete, dass Windows 12 eventuell bereits 2026 als Projekt Hudson Valley Next veröffentlicht werde. Das ist allerdings äußerst unwahrscheinlich, wie auch einige Insiderquellen des Magazins Windows Central(öffnet im neuen Fenster) berichten. Dieses Magazin wirft PC World sogar vor, den Bericht schlicht mit KI erstellt zu haben. Die US-Seite von PC World hat sich für den Artikel auch bereits entschuldigt und Fehler eingeräumt(öffnet im neuen Fenster) .
Im Jahr 2026 will sich Microsoft laut Windows Central komplett auf die Verbesserung von Windows 11 konzentrieren. Das deckt sich mit den Aussagen von Windows-Chef Pavan Davuluri . Sein Team will sich darauf konzentrieren, im Jahr 2026 wieder das Vertrauen der Userbasis zurückzugewinnen. Es sollen dabei vor allem die Performance und Stabilität des Betriebssystems verbessert werden. Das würde dem Release eines völlig neuem Windows 12 im Weg stehen.
Laut dem PC-World-Bericht soll ein kommendes Windows 12 auf dem Konzept von CorePC basieren. Das ist ein Ansatz, um den Windows-Desktop modular zu gestalten und so für verschiedene Arten von Geräten kompatibel zu machen. Gleichzeitig soll CorePC das Betriebssystem möglichst sicher und einfach aktualisierbar machen.
Dinge, die offenbar schon eingestellt wurden
CorePC oder auch CoreOS stammt aus dem Jahr 2023 und sollte ursprünglich 2024 erscheinen. Daraus wurde allerdings nichts und Windows 11 wechselte zwischenzeitlich den Fokus von unterschiedlichen Formfaktoren zu einem KI-gestützten Betriebssystem – auch mit viel Kritik aus der Nutzerbasis. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass am Konzept CorePC weiterhin gearbeitet wird.
Windows 12 sollte zusätzlich laut PC World nur noch auf Computern mit einer 40-TOPs-NPU laufen. Diese Voraussetzung hat Microsoft allerdings schon lange im Programm. Die sogenannten Copilot+-PCs müssen passende NPUs zusammen mit 16 GByte RAM unterstützen, um alle KI-Funktionen ausführen zu können. Viele Hersteller neuer Laptops haben diese Voraussetzungen bereits erfüllt.
Der Projektname Hudson Valley Next bezieht sich zudem auf das Update 24H2 für Windows 11, welches bereits vor zwei Jahren erschien und zunächst temporär auch für Windows 12 gehalten wurde. Möglicherweise wird ein kommendes Windows-11-Inhaltsupdate mit diesem Namen ausgestattet. Das hat an sich aber nichts mit einem völlig neuem OS zu tun.
Windows 12 wird also nicht passieren, zumindest nicht in diesem Jahr. Auf lange Sicht würde es für Microsoft sicher Sinn ergeben, ein neues Betriebssystem zu entwickeln, um etwa diverse Visionen wie betriebssystemweite KI-Features umsetzen zu können. Das dürfte aber noch einige Jahre lang dauern.
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