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Weitere Entlassungen: Meta plant massiven Personalabbau wegen KI-Investitionen

Nach der Shoppingtour mit Moltbook und Manus sowie dreistelligen Milliardeninvestitionen in Rechenzentren soll an Personalkosten gespart werden.
/ Mario Petzold
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Meta-Zentrale in Menlo Park, Kalifornien (Bild: Getty Images/Justin Sullivan)
Meta-Zentrale in Menlo Park, Kalifornien Bild: Getty Images/Justin Sullivan

Wie die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) aus drei unterschiedlichen Quellen erfahren hat, plant Meta, sich von rund 20 Prozent seiner Belegschaft zu trennen. Es soll sich um vorsorgliche Entlassungen handeln, die wegen der hohen Investitionen in KI-Infrastruktur nötig seien. Mit Einsatz der KI solle die verbleibende Belegschaft ihre Arbeitseffizienz entsprechend erhöhen.

Bisher sei aber weder ein Zeitraum noch eine Zahl bekannt. Auf Nachfrage durch Reuters wies Meta die Aussagen als Spekulation zurück.

Geld für KI, nicht für Angestellte

Fest steht jedoch, dass der Mutterkonzern von Facebook, Whatsapp und Instagram die derzeit im Raum stehenden Investitionen in Höhe von 600 Milliarden Dollar (520 Milliarden Euro) in neue Rechenzentren an anderer Stelle einsparen will, vor allem durch Auslagerung von Arbeit an die eigene KI.

Allein die Stromkosten dafür dürften in wenigen Jahren mehrere Milliarden Dollar ausmachen. Hinzu kommen Aufkäufe von Konkurrenzunternehmen. Gerade erst wurde Moltbook gekauft. Für die chinesische KI-Firma Manus sollen 2 Milliarden Euro ausgegeben werden.

Überall Umstrukturierungen

Sollten tatsächlich 20 Prozent der Belegschaft entlassen werden, wäre dies nur die zweitgrößte Entlassungswelle in der jüngsten Geschichte von Meta. Ende 2022 und Anfang 2023 wurden mit mehr als 20.000 Angestellten etwa ein Viertel entlassen.

Aktuell wären ein paar Tausend Arbeitskräfte weniger betroffen. Auch in anderen Unternehmen finden große Einschnitte beim Personal statt. Amazon kündigte an, seine Belegschaft um 16.000 Angestellte zu verschlanken. Das Start-up Block hat vor wenigen Wochen, maßgeblich wegen der Integration von künstlicher Intelligenz, 4.000 Personen, und damit die Hälfte seiner Belegschaft, entlassen.

Wobei effizientere Arbeitsabläufe und Investitionen nur einen Teil der Erklärung liefern dürften. Zuletzt gab es bei Meta einige Rückschläge bei der Verbesserung der eigenen KI-Systeme. Llama 4 blieb hinter den Erwartungen zurück und auch das neue Modell Avocado soll längst nicht konkurrenzfähig sein.


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