Nächste Auktion: Vodafone-Chef will keine Frequenzen abgeben

Hannes Ametsreiter von Vodafone sieht durch den neuen Netzbetreiber 1&1 Probleme bei der Versorgung in Deutschland kommen.

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Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter
Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter (Bild: Bitkom/ Chris Tille)

Bei der nächsten Frequenzauktion werden Mobilfunkbetreiber Frequenzen abgeben müssen. Das sagte der Chef von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter, im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Wenn sich künftig vier statt wie bislang drei Anbieter die Frequenzbereiche teilen sollen, hätte das Konsequenzen für die Nutzer. "Wenn Sie das gleiche Spektrum nun auf vier Betreiber verteilen, müssten Sie einem oder mehreren etwas wegnehmen." Zu Vodafone, Deutsche Telekom und Telefonica kommt bei der nächsten Auktion United Internet als neuer Netzbetreiber hinzu.

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Zudem könne es zu neuen Unterversorgungen beim LTE-Netz kommen, wenn ein Netzbetreiber bei der Auktion leer ausgehen sollte und seine Kunden nicht mehr versorgen könne.

Die nächste anstehende Frequenzauktion soll im Jahr 2023 oder 2024 abgehalten werden. Ende 2025 laufen die Nutzungsrechte für einige wichtige Frequenzbereiche aus. Versteigert werden soll das Spektrum bei 800 Megahertz, 1,8 und 2,6 Gigahertz. Diese Frequenzen sind heute für LTE im Einsatz.

In Deutschland liegt bei 800 MHz der LTE-Coverage-Layer mit wichtigen Flächenfrequenzen für die Versorgung auf dem Lande. 1,8 GHz dient als GSM/LTE Capacity Layer und 2,6 GHz ist ebenfalls ein Capacity Layer. Mit dem Unternehmen 1&1 gibt es einen vierten potenziellen Bieter.

Bundesnetzagentur mit ungewöhnlichem Vorschlag

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Die Bundesnetzagentur schlug unter anderem vor, bei einer Neuvergabe den gesamten 800-MHz-Bereich einem Betreiber zu überlassen, bei dem alle anderen ihre Netzdienste einkaufen. Das geht aus einer öffentlichen Anhörung der Behörde hervor, die "Grundsätze und Szenarien für das weitere Vorgehen ausloten" will. Danach ist "ein Betreiber-Modell 800 MHz" eines von fünf möglichen Szenarien für die Regulierungsbehörde.

Die Ausschreibung an einen Betreiber oder ein Konsortium solle mit der Auflage gekoppelt sein, technisch effizient eine Grundversorgung in der Fläche bereitzustellen. Auch Neueinsteiger seien hier willkommen. In Deutschland liegt bei 800 MHz der LTE-Coverage-Layer

Ametsreiter forderte dagegen die Bundesregierung auf, die kommende Auktion um fünf Jahre zu verschieben. Statt neu zu versteigern, sollten die Flächenlizenzen um weitere fünf Jahre verlängert werden. Danach würde es ausreichend Frequenzen geben, um vier Mobilfunknetze zu betreiben.

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