Nacktfotos veröffentlicht: Apple zahlt Millionen an Studentin

Bei der Reparatur eines iPhones hatten Angestellte eines Apple-Vertragspartners Nacktfotos einer Studentin veröffentlicht.

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Frau mit iPhone (Symbolbild)
Frau mit iPhone (Symbolbild) (Bild: janeb13/Pixabay)

Apple bezahlt mehrere Millionen US-Dollar an eine Studentin aus Oregon/USA, nachdem Techniker bei einer iPhone-Reparatur explizite Fotos und ein Video von ihr veröffentlicht hatten, die auf ihrem Smartphone gespeichert waren. Apple und die betroffene Studentin einigten sich vor Gericht auf einen Vergleich. Die genaue Summe ist nicht bekannt, es soll sich aber laut der Zeitung The Telegraph um mehrere Millionen handeln. Die Studentin hatte zuvor 5 Millionen US-Dollar gefordert.

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Der Vorfall ereignete sich bereits 2016. Das iPhone der heute 21-Jährigen funktionierte plötzlich nicht mehr, also schickte sie es zur Reparatur an Apple. Repariert wurde es von zwei Technikern in einem vom Apple-Vertragspartner Pegatron betriebenen Reparaturzentrum in Kalifornien/USA.

Während der Reparatur posteten die beiden Techniker insgesamt "10 Fotos von [der Betroffenen] in verschiedenen Stadien der Entkleidung und ein Sexvideo", wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, aus denen die Zeitung The Telegraph (Paywall) zitiert. Die Bilder wurden über den Facebook-Account der Betroffenen gepostet, so dass es so wirkte, als habe sie die Fotos und das Video selbst veröffentlicht. Die Bilder wurden erst entfernt, nachdem Freunde die Betroffene auf diese hingewiesen hatten.

Apples Kontrolle über die Reparatur soll eigentlich die Privatsphäre schützen

In dem Gerichtsdokument heißt es, dass Apple eine "umfassende Untersuchung" durchgeführt hat und die beiden Techniker entlassen wurden. "Wir nehmen den Datenschutz und die Sicherheit der Daten unserer Kunden sehr ernst und haben eine Reihe von Protokollen, die sicherstellen, dass die Daten während des gesamten Reparaturprozesses geschützt sind", sagte ein Apple-Sprecher dem Telegraph. "Als wir 2016 von diesem ungeheuerlichen Verstoß gegen unsere Richtlinien bei einem unserer Zulieferer erfuhren, haben wir sofort Maßnahmen ergriffen und seitdem unsere Zuliefererprotokolle weiter verstärkt."

Apple hatte sich mit dem Argument, dass die Kontrolle über den Reparaturprozess die Privatsphäre der Kunden schütze, immer wieder gegen Gesetze lobbyiert, die es Dritten einfacher machen sollten, die Geräte des iPhone-Herstellers zu reparieren.

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Weitere Fälle von Datenmissbrauch

Es ist nicht der erste Fall, bei dem Angestellte ihren Datenzugriff missbrauchen. So wurde erst im Januar bekannt, dass ein Techniker der Sicherheitsfirma ADT auf die von ihm installierten Überwachungskameras bei Privatpersonen zugriff. Im Jahr 2019 hatte ein ehemaliger Yahoo-Mitarbeiter zugegeben, seine Position als Softwareentwickler ausgenutzt zu haben, um sich Zugang zu Tausenden Yahoo-Nutzerkonten zu verschaffen. Dort hatte er es auf private und intime Inhalte abgesehen. Zum Teil nutzte er die Yahoo-Mailkonten als Ausgangspunkt, um in andere Konten der Betroffenen einzudringen.

Der Amazon-Tochter Ring wurde vorgeworfen, dass die Angestellten auf die Aufnahmen der von den Unternehmen vertriebenen Videoüberwachungskameras zugreifen können. Ring widersprach den Vorwürfen des Onlinemagazins The Intercept.

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dierochade 10. Jun 2021 / Themenstart

? Woher stammt diese Info?

mxcd 10. Jun 2021 / Themenstart

Isso @golem warum gibt es eigentlich hier keine +1 Taste?

Michael H. 09. Jun 2021 / Themenstart

Tatsächlich habe ich das hier in folgendem Satz mit inkludiert: "Im zweifelsfall wird...

Enter the Nexus 09. Jun 2021 / Themenstart

"Wir nehmen den Datenschutz und die Sicherheit der Daten unserer Kunden sehr ernst und...

most 09. Jun 2021 / Themenstart

Ob SD-Karte oder interner Speicher, Daten muss man verschlüsseln.

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