Abo
  • Services:
Anzeige
Schärfe nachträglich im Bild per Mausklick festlegen
Schärfe nachträglich im Bild per Mausklick festlegen (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Nachträglich Schärfe einstellen: Lytro lässt sich mit normaler Kamera nachahmen

Schärfe nachträglich im Bild per Mausklick festlegen
Schärfe nachträglich im Bild per Mausklick festlegen (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Normalerweise ist es nur mit Lichtfeldkameras möglich, den Schärfepunkt in einem Bild nachträglich zu verschieben. Mit einer kostenlosen Webanwendung ist das mit normalen Digitalkameras möglich.

Das Chaos Collective hat eine Alternative zu einer Lichtfeldkamera vorgestellt. Die kostenlose Webanwendung kann ebenfalls Fotos erzeugen, mit denen der Betrachter mit dem Mauszeiger nachträglich auf einen beliebigen Punkt im Bild klicken und darauf scharfstellen kann. Dazu muss nur eine kleine Videoaufnahme produziert werden, die dann in die Webanwendung importiert wird.

Anzeige

Der Algorithmus unterteilt jedes Frame des Videos in ein 20-x-20-Raster beziehungsweise 400 Felder. Diese Felder werden auf harte Übergänge hin untersucht. Das ist meist ein Zeichen dafür, dass das Bild dort scharf ist, während weiche Übergänge auf Unschärfen hinweisen. So wird festgestellt, wann auf welchen Bildbereich fokussiert wurde.

Im Gegensatz zur Lichtfeldkamera, bei der die Informationen für das Bild mit einer Aufnahme gewonnen werden, müssen bei der Videoversion zahlreiche Einzelbilder auswertet werden. Deshalb können auch nur Szenen aufgenommen werden, in denen keine Bewegungen zu sehen sind.

Damit die nachträgliche Schärfepunktverschiebung funktioniert, sollte das Video mit offener Blende und einem Stativ aufgenommen werden. Nachdem die Aufnahme gestartet wurde, sollte der Fokusring des Objektivs von einem ins andere Extrem innerhalb von zwei bis drei Sekunden einmal komplett durchgedreht werden. Länger als ein paar Sekunden muss das Video nicht sein. Damit die Datei nicht zu groß wird, kann die Auflösung zusätzlich noch reduziert werden. Zum Ausprobieren reicht VGA-Auflösung.

Das Video wird dann auf der Chaos-Collective-Website hochgeladen und in ein Foto umgerechnet, das im Browser dargestellt wird. Zum Betrachten muss ein HTML5-fähiger Browser verwendet werden. Wer will, kann das Ergebnis auch auf eigene Webseiten einbinden. Wie das geht, erklärt das Chaos Collective online.

Bei einem kurzen Test von Golem.de zeigte sich, dass das Verfahren gut funktioniert. Zwar sollten wie bei der Lytro auch keine hohen Ansprüche an die Auflösung gestellt werden, doch das Ergebnis überzeugt, zumal die Lichtfeldkamera Lytro immerhin 400 US-Dollar kostet.


eye home zur Startseite
dopemanone 19. Dez 2012

äh, du könntest theoretisch aber auch durch ein kurzes video während dessen aufnahme due...

Nephtys 17. Dez 2012

Nicht ganz korrekt, da die Menge an Fotos, aus denen man auswählen kann, größer ist als...

retr0virus 17. Dez 2012

Nunja... bei Kameras, die mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Schärfe pro Sekunde...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. dSPACE GmbH, Paderborn
  2. Bertrandt Services GmbH, Hannover
  3. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart-Weilimdorf
  4. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-72%) 5,55€
  2. (-13%) 34,99€
  3. 8,49€

Folgen Sie uns
       


  1. Flightsim Labs

    Flugsimulator-Addon klaut bei illegalen Kopien Passwörter

  2. Entdeckertour angespielt

    Assassin's Creed Origins und die Spur der Geschichte

  3. Abwehr

    Qualcomm erhöht Gebot für NXP um 5 Milliarden US-Dollar

  4. Rockpro64

    Bastelplatine kommt mit USB-C, PCIe und Sechskernprozessor

  5. Jameda

    Ärztin setzt Löschung aus Bewertungsportal durch

  6. Autonomes Fahren

    Forscher täuschen Straßenschilderkennung mit KFC-Schild

  7. Fernsehstreaming

    Magine TV zeigt RTL-Sender in HD-Auflösung

  8. TV

    SD-Abschaltung bei Satellitenfernsehen steht jetzt fest

  9. PM1643

    Samsung liefert SSD mit 31 TByte aus

  10. Spielebranche

    Innogames wächst weiter stark mit Free-to-Play



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Materialforschung: Stanen - ein neues Wundermaterial?
Materialforschung
Stanen - ein neues Wundermaterial?
  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

Samsung C27HG70 im Test: Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
Samsung C27HG70 im Test
Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
  1. Volumendisplay US-Forscher lassen Projektion schweben wie in Star Wars
  2. Sieben Touchscreens Nissan Xmotion verwendet Koi als virtuellen Assistenten
  3. CJ791 Samsung stellt gekrümmten Thunderbolt-3-Monitor vor

Lebensmittel-Lieferservices: Für Berufstätige auf dem Lande oft "praktisch nicht nutzbar"
Lebensmittel-Lieferservices
Für Berufstätige auf dem Lande oft "praktisch nicht nutzbar"
  1. Kassenloser Supermarkt Technikfehler bei Amazon Go
  2. Amazon Go Kassenloser Supermarkt öffnet
  3. ThinQ LG fährt voll auf künstliche Intelligenz ab

  1. Re: Erfreut über die Entwicklung von Ubisoft

    eXXogene | 21:01

  2. Re: Die Praxis wird noch zunehmen

    David64Bit | 21:00

  3. Re: Gut so

    My1 | 20:56

  4. Re: Bevor Autos wirklich autonom fahren...

    ChMu | 20:53

  5. Re: Ich würde gerne bestellen und selber abholen!

    logged_in | 20:52


  1. 17:41

  2. 17:09

  3. 16:32

  4. 15:52

  5. 15:14

  6. 14:13

  7. 13:55

  8. 13:12


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel