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Nachschub für die ISS: Raumfrachter Cygnus hat Probleme im Orbit

Der Raumfrachter ist auf dem Weg zur ISS . Die Nasa hofft, dass er trotz der Schwierigkeiten planmäßig ankommt.
/ Werner Pluta
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Raumfrachter Cygnus am Roboterarm der ISS (im  Juni 2022): Vorräte und Versorgungsgüter für Starliner-Crew (Bild: Nasa)
Raumfrachter Cygnus am Roboterarm der ISS (im Juni 2022): Vorräte und Versorgungsgüter für Starliner-Crew Bild: Nasa

Der Raumfrachter Cygnus, der Nachschub zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) bringen soll, wird diese möglicherweise nicht nach Zeitplan erreichen. Es ist ein Problem mit den Triebwerken aufgetreten.

Cygnus war am 4. August um 11.02 Uhr (Ortszeit) vom Raketenstartplatz Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus gestartet. Eine Falcon-9-Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX brachte sie in die Erdumlaufbahn. 15 Minuten nach dem Start wurde Cygnus planmäßig von der Rakete getrennt.

Um 11:44 Uhr (Ortszeit) sollten die Triebwerke des Raumfahrzeugs gezündet werden. Das sei jedoch nicht passiert, teilte die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) mit(öffnet im neuen Fenster) . Das Manöver sei daraufhin auf 12:34 Uhr verschoben worden.

Die zweite Zündung schlug ebenfalls fehl

Allerdings schlug es auch beim zweiten Versuch fehl: Aufgrund eines zu niedrigen Drucks wurde laut Nasa das Manöver nach der Zündung der Triebwerke abgebrochen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass das Triebwerk selbst zu diesem Zeitpunkt ein Problem gehabt habe.

"Cygnus befindet sich in einer sicheren Höhe" , teilte die Nasa mit. Cygnus-Hersteller Northrop Grumman arbeite an einer neuen Flugbahn sowie an einem Plan zum Zünden der Triebwerke. Ziel sei es, den Zeitplan für die Ankunft von Cygnus an der ISS einzuhalten. Die ist für den 6. August um 9:10 Uhr unserer Zeit geplant.

Cygnus bringt knapp 3,9 Tonnen Versorgungsgüter auf die ISS. Davon sind rund 1,5 Tonnen Ersatzteile und Komponenten für die Station, 1,2 Tonnen entfallen auf wissenschaftliche Ausrüstung und gut eine Tonne sind Vorräte für die Besatzung.

Zu der gehören derzeit unplanmäßig die beiden Crew-Mitglieder des Boeing-Raumschiffs Starliners, der seit Juni mit technischen Problemen auf der Station festhängt. Wann der Starliner zur Erde zurückkehren wird, ist ungewiss . Die Cygnus hat deshalb für Sunita "Suni" Williams und Barry "Butch" Wilmore "einige Kleidungsstücke, einige persönliche Lebensmittel und solche Dinge" an Bord, wie Bill Spetch, von der Nasa vor dem Cygnus-Start sagte.


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