• IT-Karriere:
  • Services:

Astronomie: Vera Rubin, die dunkle Materie und der Nobelpreis

Sie hat das Bild des Universums gehörig verändert. Doch der Nobelpreis, den sie für ihre Arbeit verdient hätte, blieb Vera Rubin versagt. Am vorvergangenen Wochenende starb die Forscherin.

Ein Nachruf von Florian Freistetter/Scienceblog veröffentlicht am
Vera Rubin im Jahr 2009: Wissenschaftlerin in einer Männerdomäne
Vera Rubin im Jahr 2009: Wissenschaftlerin in einer Männerdomäne (Bild: Ja Friedlander/Nasa)

Das Jahr 2017 hat gerade erst angefangen. Was es uns allen bringen wird, wissen wir nicht. Aber wir wissen zumindest, was 2017 nicht passieren wird: Der Nobelpreis für Physik wird nicht an Vera Rubin verliehen werden. Denn die amerikanische Astronomin ist am 25. Dezember 2016 im Alter von 88 Jahren gestorben.

Inhalt:
  1. Astronomie: Vera Rubin, die dunkle Materie und der Nobelpreis
  2. Muss Materie mit Licht wechselwirken?
  3. Rubin hat die Astronomie vorangebracht

In Nachrufen wird Rubin als Entdeckerin der dunklen Materie bezeichnet oder als diejenige, die den Nachweis über die Existenz dunkler Materie erbracht hat. Beides ist nicht richtig - obwohl die zweite Aussage schon wesentlich näher an der Wahrheit ist als die erste. Dennoch ist ihre Arbeit zur dunklen Materie bedeutend. Dafür erhielt sie zwar eine Reihe von Auszeichnungen und Ehrungen. Aber den Nobelpreis, den bedeutendsten Preis der Naturwissenschaft, den sie durchaus verdient hätte, hat sie nie bekommen und wird ihn nun auch nicht mehr bekommen können.

Zwicky fand Hinweise auf dunkle Materie

Schon in den 1930er-Jahren hat der Astronom Fritz Zwicky Hinweise auf die Existenz einer neuen Art von Materie gefunden. Die Idee, dass es so etwas wie dunkle Materie geben könnte, war also schon vorhanden, als Rubin mit ihrer Ausbildung begann.

Die junge Astronomin arbeitete in den 1960er-Jahren an einem seltsamen und umstrittenen Thema. Sie wollte herausfinden, ob sich das Universum dreht. Dafür vermaß sie die Bewegung und Drehrichtung vieler Galaxien, wurde aber mit ihrer Arbeit anfangs von den meisten Wissenschaftlern ignoriert. Die Daten waren nicht allzu eindeutig (auch heute noch) und das Thema eher etwas für Außenseiter. Und dass sie eine Frau war, half Rubin in der männerdominierten Wissenschaft der 1960er-Jahre auch nicht unbedingt weiter: Sie durfte teilweise nicht einmal an den großen Teleskopen beobachten, weil Frauen dort wegen "fehlender Sanitäreinrichtungen" nicht zugelassen waren.

Rubin beobachtete Andromeda

Stellenmarkt
  1. Stadtverwaltung Bretten, Bretten
  2. MBDA Deutschland, Schrobenhausen

Rubin wurde zwar von Größen wie George Gamow und Gérard-Henri de Vaucouleurs unterstützt, entschied sich dann aber doch, zu einem anderen Arbeitsgebiet zu wechseln. Sie blieb den Galaxien trotzdem treu. Nur untersuchte sie nun, wie sich die Sterne dort bewegen. Ihr erstes Beobachtungsobjekt war die Andromedagalaxie (M31), unser galaktischer Nachbar im All.

Sterne, die das Zentrum einer Galaxie umkreisen, sollten sich im Prinzip so verhalten wie Planeten, die einen Stern umkreisen. Je näher ein Planet seinem Stern ist, desto schneller bewegt er sich. Merkur, der sonnennächste Planet, braucht nur 88 Tage für eine Runde. Bei der Erde sind es bekanntermaßen 365 Tage und der ferne Neptun braucht ganze 165 Jahre.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Muss Materie mit Licht wechselwirken? 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,49€
  2. (-40%) 35,99€
  3. 15,00€
  4. (-53%) 13,99€

RicoBrassers 04. Jan 2017

Eben. Noch wissen wir ja nicht, ob Dunkle Materie selbst die "alleinige Lösung" ist. Es...

RicoBrassers 04. Jan 2017

Fast richtig: Sir Martyn Poliakoff. ;) Und ja, ich stimme dir ansonsten voll zu.


Folgen Sie uns
       


Smarte Jeansjacke von Levis ausprobiert

Das Trucker Jacket mit Googles Jacquard-Technologie hat im Bund des linken Ärmels eingewebte leitende Fasern. Diese bilden ein Touchpad, das wir uns im Test genauer angeschaut haben.

Smarte Jeansjacke von Levis ausprobiert Video aufrufen
IT-Gehälter: Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr
IT-Gehälter
Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr

Wechselt ein ITler in eine andere Branche, sind auf dem gleichen Posten bis zu 1.000 Euro pro Monat mehr drin. Welche Industrien die höchsten und welche die niedrigsten Gehälter zahlen: Wir haben die Antworten auf diese Fragen - auch darauf, wie sich die Einkommen 2020 entwickeln werden.
Von Peter Ilg

  1. Softwareentwickler Der Fachkräftemangel zeigt sich nicht an den Gehältern

30 Jahre Champions of Krynn: Rückkehr ins Reich der Drachen und Drakonier
30 Jahre Champions of Krynn
Rückkehr ins Reich der Drachen und Drakonier

Champions of Krynn ist das dritte AD&D-Rollenspiel von SSI, es zählt zu den Highlights der Gold-Box-Serie. Passend zum 30. Geburtstag hat sich unser Autor den Klassiker noch einmal angeschaut - und nicht nur mit Drachen, sondern auch mit dem alten Kopierschutz gekämpft.
Ein Erfahrungsbericht von Benedikt Plass-Fleßenkämper

  1. Dungeons & Dragons Dark Alliance schickt Dunkelelf Drizzt nach Icewind Dale

SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei
SpaceX
Der Weg in den Weltraum ist frei

Das Raumschiff hob noch ohne Besatzung ab, aber der Testflug war ein voller Erfolg. Der Crew Dragon von SpaceX hat damit seine letzte große Bewährungsprobe bestanden, bevor die Astronauten auch mitfliegen dürfen.
Ein Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX macht Sicherheitstest bei höchster Belastung
  2. Raumfahrt SpaceX testet dunkleren Starlink-Satelliten
  3. SpaceX Starship platzt bei Tanktest

    •  /