Nachruf: Ehemaliger Nasa-Flight-Director Christopher Kraft gestorben

Er erlebte noch den 50. Jahrestag eines seiner wichtigsten Erfolge: Am 22. Juli 2019 ist Christopher Kraft, einer der führenden Akteure des bemannten US-Raumfahrtprogramms bei der Nasa, im hohen Alter gestorben.

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Chris Kraft (1924 - 2019) während des Mercury-Programms
Chris Kraft (1924 - 2019) während des Mercury-Programms (Bild: Nasa)

Er trug selbst den Namen eines berühmten Entdeckers und war maßgeblich beteiligt an der größten Entdeckungsreise des 20. Jahrhunderts: Christopher Columbus Kraft Jr., erster Flight Director und lange Chef des Johnson Space Center in Houston, ist am Montag gestorben - zwei Tage nach dem 50. Jahrestag der Landung auf dem Mond.

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Kraft wurde am 28. Februar 1924 in Phoebus im US-Bundesstaat Virginia geboren. Nach der Schule studierte er am Virginia Polytechnic Institute zunächst Maschinenbau, später Luftfahrttechnik. Nach dem Abschluss im Jahr 1944 nahm er im Januar 1945 eine Stelle in der Abteilung Flugforschung der National Advisory Committee for Aeronautics (Naca) an, aus der Naca ging später die National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hervor.

1958 wurde er erster Flight Director der Nasa und entwickelte die Abläufe für bemannte Raumfahrtmissionen. Während des Apollo-Programms wurde Kraft Director of Flight Operations im Mission Control Center (MSC) und damit der Verantwortliche für Planung, Schulung und Durchführung bemannter Raumfahrtmissionen. Er war als solcher entscheidend an den Mercury-, Gemini- und Apollo-Missionen beteiligt, an der Raumstation Skylab, dem Apollo-Sojus-Test-Projekt, bei dem erstmals USA und UdSSR im Weltraum kooperierten, sowie an den ersten Flügen der Spaceshuttles.

Ab 1972 leitete Kraft das Lyndon B. Johnson Space Center in Houston. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1982 arbeitete Kraft als Berater, unter anderem für IBM. 1994 wurde er zum Vorsitzenden einer unabhängigen Kommission, die überprüfen sollte, wie die Nasa das teure Spaceshuttle-Programm günstiger gestalten kann. 2001 veröffentlichte Kraft eine Autobiografie mit dem Titel: "Flight: My Life in Mission Control". Für seine Arbeit erhielt Kraft zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. Unter anderem hat die Nasa 2011 das MSC nach ihm benannt.

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Kraft ist am 22. Juli 2019 in Houston gestorben. Er wurde 95 Jahre alt.

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