Abo
  • Services:
Anzeige
Radioteleskop ATA: Nur lauschen oder auch rufen?
Radioteleskop ATA: Nur lauschen oder auch rufen? (Bild: Seti)

Nachricht an E.T.: Ist da draußen jemand?

Radioteleskop ATA: Nur lauschen oder auch rufen?
Radioteleskop ATA: Nur lauschen oder auch rufen? (Bild: Seti)

Wir lauschen auf Zeichen von Zivilisationen im All. Aber wenn wir nach Außerirdischen suchen: Sollten wir nicht auch nach ihnen rufen? Einige Nachrichten sind bereits zu fremden Sternen unterwegs. Gegner warnen vor den Konsequenzen.

Anzeige

Seit langem fragen sich die Menschen, ob wir wohl die einzigen Lebewesen im Weltall sind. Manch einer glaubt ja ohnehin, dass die Außerirdischen längst hier waren. Seit den 1960er Jahren lauschen verschiedene Projekte nach Signalen fremder Zivilisationen.

Inzwischen dreht sich die Diskussion aber darum, ob die Menschheit nicht nur nach außerirdischer Intelligenz Ausschau halten (Search for Extraterrestrial Intelligence, Seti), sondern selbst Botschaften aussenden (Message to Extraterrestrial Intelligence, Meti) soll. Am vergangenen Freitag diskutierten Befürworter und Gegner einer intergalaktischen Flaschenpost auf dem Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS) in San Jose.

Hallo, Ihr Außerirdischen

Dabei wurden längst Nachrichten ins All gesandt: 1974 etwa schickte das Seti Institute vom Arecibo-Teleskop in Puerto Rico aus eine Nachricht in Richtung Messier 13, einem Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules. Sie wird in rund 25.000 Jahren dort eintreffen. Sehr viel früher - nämlich 2029 - wird eine Nachricht ukrainischer Wissenschaftler den Exoplaneten Gliese 581c im Sternbild Waage erreichen.

Nicht ganz ernst gemeint dürfte hingegen die Nachricht des Knabbereienherstellers Doritos sein: Der sandte 2008 von Norwegen aus eine Werbebotschaft für seine knackigen Tortilla-Chips an einen möglicherweise bewohnbaren Exoplaneten.

Schreiben gegen Meti

Für die Gegner ist das ein Unding. Eine Gruppe um den US-Physiker und Science-Fiction-Autor David Brin hat vor dem Treffen eine Petition verfasst, die sie sich gegen Meti ausspricht. Nachrichten an fremde Zivilisationen, die uns technisch "Millionen von Jahren voraus" sind, könnte für die Menschheit fatale Folgen haben. Die könnten durchaus schlimmer sein als die Auswirkungen, die durch das Eintreffen der Europäer etwa in Südamerika entstanden.

"Meti-Programme können unbekannte und potenziell gewaltige Folgen haben", schreiben sie. Die Entscheidung sollte deshalb nicht "einigen wenigen mit Zugang zu starken Kommunikationseinrichtungen" überlassen werden. Sie solle "auf einem weltweiten Konsens beruhen", sagen die Gegner und fordern "eine lebhafte internationale Debatte".

Diskutieren und senden

Die Menschheit könne durchaus das eine tun, ohne das andere zu lassen, argumentiert hingegen Douglas Vakoch vom Seti-Institut, wo er für die Erstellung interstellarer Nachrichten zuständig ist. Er halte wenig von einem solchen Entweder-Oder. "Wir sollten beides tun", sagte er laut der Fachzeitschrift Science in der Diskussion.

Befürworter glauben, dass aufmerksame Außerirdische uns ohnehin hören können: Unsere Radio- und Fernsehübertragungen könnten schon mit unseren irdischen Kommunikationsgeräten in einigen Lichtjahren Entfernung empfangen werden. Und fortgeschrittene Außerirdische könnten über viel bessere Technik verfügen. Die Gegner halten dagegen, die Reichweite einer Rundfunksendung sei deutlich geringer als die einer gerichtet ausgesendeten Nachricht.

Namhafte Meti-Gegner

Zu den Gegnern, die die Petition unterzeichnet haben, gehören unter anderem Elon Musk, Chef des Raumfahrtunternehmens SpaceX und des Elektroautoherstellers Tesla Motors, und John Rummel, der inzwischen pensionierte Leiter der Abteilung für planetare Verteidigung der US-Raumfahrtbehörde Nasa.

Auch Stephen Hawking dürfte mit ihnen einer Meinung sein: Der bekannte britische Physiker warnte vor einigen Jahren, dass uns mögliche Besucher von anderen Planeten nicht freundlich gesonnen seien. Seine Annahme: Sie könnten die Rohstoffe in ihrer eigenen Welt bereits komplett ausgebeutet haben und deshalb auf der Suche nach Rohstoffen sein.

Sollten sie es tatsächlich schaffen, auf der Erde zu landen, wäre ihre Technik viel weiter entwickelt als unsere. Das bedeutet, die Menschheit wäre den Außerirdischen in einer Konfrontation unterlegen. Wir täten deshalb gut daran, keinen Kontakt aufzunehmen.


eye home zur Startseite
tearcatcher 18. Feb 2015

das kann auch hinkommen ... habe keine Stoppuhr laufen lassen ;)

plutoniumsulfat 18. Feb 2015

Ich bin auch kein Experte. Aber ich wollte allein auf die natürliche Verteilung der...

plutoniumsulfat 18. Feb 2015

Sie sähe uns nicht, wir könnten sie aber sehen.

baz 17. Feb 2015

An sich ist Licht und Funk erst einmal das gleiche. Elektromagnetische Wellen. Zu...

baz 17. Feb 2015

Wir fangen ja gerade erst an zu suchen. Die meisten Planeten die wir aktuell Entdecken...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SKF Marine GmbH, Hamburg
  2. HELM AG über Delphi HR-Consulting GmbH, Hamburg
  3. DFS Aviation Services GmbH, Langen
  4. Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 8,99€
  2. 7,99€
  3. 9,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Sparc M8

    Oracles neuer Chip ist 40 Prozent schneller

  2. Cloud

    IBM bringt die Datenmigration im 120-Terabyte-Koffer

  3. Fire HD 10

    Amazon bringt 10-Zoll-Full-HD-Tablet mit Alexa für 160 Euro

  4. Watson

    IBMs Supercomputer stellt sich dumm an

  5. Techbold

    Mining-Komplett-PCs mit bis zu 256 MH/s

  6. Aquaris-V- und U2-Reihe

    BQ stellt neue Smartphones ab 180 Euro vor

  7. Landkreis Südwestpfalz

    Telekom baut FTTH für Gewerbe und Vectoring für Haushalte

  8. Microsoft

    Gute Store-Apps sollen besseren Marketingstatus erhalten

  9. Zukunft des Autos

    "Unsere Elektrofahrzeuge sollen typische Porsche sein"

  10. PC-Wahl

    CCC patcht Wahlsoftware selbst



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

Galaxy Note 8 im Test: Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
Galaxy Note 8 im Test
Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
  1. Videos Youtube bringt HDR auf Smartphones
  2. Galaxy Note 8 im Hands on Auch das Galaxy Note sieht jetzt doppelt - für 1.000 Euro

Mobilestudio Pro 16 im Test: Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
Mobilestudio Pro 16 im Test
Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
  1. Wacom Vorschau auf Cintiq-Stift-Displays mit 32 und 24 Zoll

  1. Re: Skynet

    danielmain | 15:29

  2. Re: Unfähige Firma

    ibsi | 15:28

  3. Re: Meine Vision sieht anders aus...

    quineloe | 15:28

  4. Re: Das löst das Problem nicht wirklich

    matzems | 15:27

  5. Re: Cloud! Docker! KI! VR!!!

    Noren | 15:25


  1. 15:21

  2. 15:12

  3. 15:00

  4. 14:00

  5. 13:59

  6. 13:20

  7. 13:10

  8. 12:52


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel