Nachhaltigkeit: Videokonferenzen haben Umweltauswirkungen

Eine Studie hat die Umweltbilanz von Videokonferenzen und Streaming analysiert. Sie beschränkt sich nicht nur auf die Kohlendioxidbilanz.

Artikel veröffentlicht am ,
Videokoferenz: ganzheitlicheren Blick auf die Umweltauswirkungen
Videokoferenz: ganzheitlicheren Blick auf die Umweltauswirkungen (Bild: Philippe Francois/BELGA MAG/AFP via Getty Images)

Nach über einem Jahr Pandemie haben wir uns an Homeoffice, Videokonferenzen und Streaming gewöhnt. Doch auch das hat Auswirkungen auf die Umwelt, wie Forscher in einer aktuellen Studie beschreiben.

Stellenmarkt
  1. Projekt Manager FUTR HUT (m/w/d)
    Tegel Projekt GmbH, Berlin
  2. IT System Engineer - 1st/2nd Level Support (m/w/d)
    ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
Detailsuche

Das Team von mehreren Universitäten in den USA hat Videokonferenzen und Streaming auf drei verschiedene Bilanzen hin untersucht: Kohlendioxidemissionen, Wasser- und Landverbrauch. Die Ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift Resources, Conservation and Recycling veröffentlicht.

Danach verursacht eine Stunde Videokonferenz oder Videostreaming zwischen 150 und 1.000 Gramm Kohlendioxidemissionen. Es werden zwischen zwei und zwölf Liter Wasser benötigt. Der Landverbrauch hat etwa die Größe eines Tablets mit einem 8 Zoll großen Bildschirm. Die Datenverarbeitung benötigt Strom. Bei der Erzeugung wird häufig Kohlendioxid emittiert, es werden Wasser und Platz gebraucht.

Nicht auf einen Fußabdruck konzentrieren

Die Studie sei die erste, die neben der Kohlendioxidbilanz auch die Wasser- und Landbilanz betrachte, heißt es in einer Mitteilung der Purdue University in West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana. "Wenn man sich nur auf einen Fußabdruck konzentriert, verpasst man andere, die einen ganzheitlicheren Blick auf die Umweltauswirkungen liefern können", sagte Roshanak Nateghi von der Purdue University. Beteiligt waren zudem Forscher der Yale University und des Massachusetts Institute of Technology.

  • Umweltbilanz verschiedener Apps im Vergleich (Bild: Kayla Wiles/Purdue University)
Umweltbilanz verschiedener Apps im Vergleich (Bild: Kayla Wiles/Purdue University)
Golem Akademie
  1. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    01./02.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Autoren der Studie haben auch einen Rat, wie sich die Umweltbilanz verbessern lässt: Die Kameras sollten bei Videokonferenzen auch mal abgeschaltet bleiben. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern kann auch Stress reduzieren und damit das Wohlbefinden verbessern. Beim Streaming empfehlen die Wissenschaftler, Filme in der Standardauflösung statt in hoher Auflösung zu schauen.

Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Hintergründe - Techniken und Planung - Ökonomie und Ökologie - Energiewende (Deutsch)

Es sei oft die Rede davon, dass das papierlose Büro Vorteile für die Umwelt habe, sagte Projektleiter Kaveh Madani von der Yale University. "Aber niemand sagt einem, welchen Nutzen es hat, wenn man die Kamera ausschaltet oder die Streaming-Qualität reduziert."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


berritorre 29. Mai 2021

Natürlich sind wir verloren. Die die oben an der Macht sind machen so weiter wie bisher...

flasherle 28. Mai 2021

ja deswegen verzichte ich auf nachkommen, und kann damit am meisten für die Umwelt tun...

berritorre 27. Mai 2021

Die Beschaffung dieses Treibstoffs beim Fahrrad dürfte ausser bei Hochleistungssportler...

berritorre 27. Mai 2021

Ja, aber es ist ja wohl so, das all das eher bei Zoom, GoToMeeting, Microsoft, Google...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Xiaomi Watch S1 Active im Test
Wenn sich beim Joggen der Schlafmodus meldet

Eine günstige Sportuhr mit gutem GPS-Modul - das wäre was! Leider hat die Watch S1 Active von Xiaomi zu viele Schwächen, um Spaß zu machen.
Von Peter Steinlechner

Xiaomi Watch S1 Active im Test: Wenn sich beim Joggen der Schlafmodus meldet
Artikel
  1. LTE-Patent: Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
    LTE-Patent
    Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland

    Ford fehlen Mobilfunk-Patentlizenzen, weshalb das Landgericht München eine drastische Entscheidung gefällt hat. Autos droht sogar die Vernichtung.

  2. Strange New Worlds Folge 1 bis 3: Star Trek - The Latest Generation
    Strange New Worlds Folge 1 bis 3
    Star Trek - The Latest Generation

    Strange New Worlds kehrt zu episodenhaften Geschichten zurück und will damit Star-Trek-Fans alter Schule abholen. Das gelingt mit Bravour. Achtung, Spoiler!
    Eine Rezension von Oliver Nickel

  3. Flowcamper: Elektro-Wohnmobil Frieda Volt auf VW-Basis vorgestellt
    Flowcamper
    Elektro-Wohnmobil Frieda Volt auf VW-Basis vorgestellt

    Das elektrische Wohnmobil Frieda Volt basiert auf einem umgebauten Volkswagen T5 oder T6 und ist mit einem 72-kWh-Akku ausgerüstet.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer Predator X38S (UWQHD, 175 Hz OC) 1.499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700X 268€ und PowerColor RX 6750 XT Red Devil 609€ und RX 6900 XT Red Devil Ultimate 949€) • CW: Top-Rabatte auf PC-Komponenten • Crucial P5 Plus 2 TB 229,99€ • Preis-Tipp: Kingston NV1 2 TB 129,90€ [Werbung]
    •  /