Nachhaltigkeit: US-Startup Amogy stattet Traktor mit Brennstoffzelle aus

Der Umgang mit Wasserstoff ist etwas schwierig. Aber Brennstoffzellen lassen sich auch mit Ammoniak betreiben. In einem Traktor beispielsweise.

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Umgebauter John-Deere-Traktor: mehrere Stunden Betriebsdauer
Umgebauter John-Deere-Traktor: mehrere Stunden Betriebsdauer (Bild: Bryan Banducci/Amogy)

Saubere Landwirtschaft: Schwere Traktoren fahren mit Diesel. Möglicherweise aber nicht mehr lange. In den USA wurde ein Traktor mit einer Brennstoffzelle ausgestattet.

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Das New Yorker Startup Amogy hat eine Brennstoffzelle entwickelt, die mit Ammoniak betrieben wird. Ammoniak ist eine Verbindung von Wasserstoff und Stickstoff. Damit lässt sich eine Brennstoffzelle nicht direkt betreiben. Zuerst muss der Ammoniak in einem Reaktor in Stickstoff und Wasserstoff gespalten werden. Der Reaktor ist Teil des Systems von Amogy, zu dem noch ein konventioneller Flüssigkeitstank sowie die Brennstoffzelle gehören. Die hat eine Leistung von 100 Kilowatt.

Amogy hat einen mittelgroßen Standardtraktor von John Deere mit diesem System ausgestattet. Der Ammoniaktank hat ein Volumen von knapp 230 Litern. Damit kann der Traktor mehrere Stunden lange betrieben werden.

Ammoniak ist verbreitet

Ammoniak ist gerade in der Landwirtschaft eine sehr häufig genutzte Chemikalie. Sie ist ein wichtiger Bestandteil von Düngemitteln. Es gibt also eine entsprechende Industrie ebenso wie die nötige Infrastruktur wie Tanks. Etabliert ist auch das Haber-Bosch-Verfahren zur Herstellung der Stickstoff-Wasserstoff-Verbindung, das vor rund 100 Jahren entwickelt wurde.

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Ammoniak lässt sich zudem besser speichern als Wasserstoff: Er muss auf minus 33 Grad Celsius gekühlt werden, damit er flüssig wird. Alternativ kann er auch komprimiert werden. Bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius reichen 9 bar, damit Ammoniak flüssig wird. Wasserstoff braucht für Transport und Lagerung niedrigere Temperaturen oder höheren Druck.

"Ammoniak bietet eine hohe Energiedichte, und es gibt in den USA und weltweit reichlich vorhandene Infrastrukturen wie Pipelines, Terminals und Speichermethoden, die einen solchen Übergang unterstützen", sagte Amogy-Chef Seonghoon Woo. Das Unternehmen geht davon aus, dass solche Brennstoffzellensysteme zur Dekarbonisierung des gesamten Schwerlasttransportsektors, einschließlich Lkw und Schiffen, beitragen könne. In Europa arbeitet ein Projekt an der Ausstattung eines Versorgerschiffes mit einer Ammoniak-Brennstoffzelle.

Amogy hat angekündigt, weitere Fahrzeuge zu Demonstrationszwecken mit seinem Brennstoffzellensystem auszustatten, darunter auch schwere Lkw. Zudem arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben an einer Brennstoffzelle mit einer Leistung von 1 Megawatt.

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