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Nachhaltigkeit: Tesla-Gründer JB Straubel kauft deutschen Akku-Recycler

Nach seinem Ausstieg bei Tesla hat Straubel ein Unternehmen für das Recycling von Elektroauto - Akkus gegründet. Es expandiert jetzt nach Europa.
/ Werner Pluta
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JB Straubel: Europa ist weltweit der am schnellsten wachsende Markt für Elektroautos. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
JB Straubel: Europa ist weltweit der am schnellsten wachsende Markt für Elektroautos. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Tesla-Mitgründer Jeffrey Brian (JB) Straubel expandiert mit seinem Unternehmen Redwood Materials nach Deutschland. Dazu hat er ein deutsches Recycling-Unternehmen gekauft.

Straubel war Technikchef bei Tesla. 2019 verließ er den US-Elektroautohersteller und gründete das Unternehmen Redwood Materials(öffnet im neuen Fenster) , das ausgediente Akkus von Elektroautos und von E-Bikes recycelt. Daraus gewinnt es Rohstoffe wie Kupfer, Lithium, Nickel, Mangan oder Kobalt.

Redwood Materials betreibt bereits eine Recycling-Fabrik im US-Bundesstaat Nevada, zwei weitere sind im Bau. Mit dem Kauf von Redux Recycling expandiert das Unternehmen jetzt, wie im vergangenen Jahr angekündigt nach Europa.

Redux Recycling verarbeitet unterschiedliche Akkus

Redux Recycling sei beim Akku-Recycling führend in Europa, teilte Redwood Materials mit(öffnet im neuen Fenster) . Das Unternehmen betreibt eine Anlage in Bremerhaven, in der 70 Beschäftigte arbeiten und die im Jahr 10.000 Tonnen Akkus verarbeiten kann, von Elektroautos und E-Bikes, aber auch aus stationären Speichern oder Mobilgeräten wie Smartphones, Laptops oder Werkzeugen.

Wie funktioniert das Akku-Recycling? - VW
Wie funktioniert das Akku-Recycling? - VW (01:39)

Die Fabrik liegt in der Nähe des Hafens, die eine wichtige Station für die Ein- und Ausfuhr von Autos ist. Zudem wollte Straubel einen Standort, von dem aus die wichtigen Autofabriken nicht weiter als 1.000 Kilometern entfernt sind, damit das Recycling ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, wie er dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel sagte(öffnet im neuen Fenster) .

Mit dem Verfahren von Redux Recycling können Rohstoffe aus den Akkus extrahiert werden, darunter Kobalt, Lithium, Nickel und Mangan. Die Rückgewinnungsrate liegt laut Redwood Materials bei über 95 Prozent. Straubel erwägt den Bau eines weiteren Recycling-Werks in Europa, möglicherweise in Skandinavien. Grund dafür seien die hohen Energiepreise in Deutschland, sagte er.

Akku-Recycling bei Duesenfeld
Akku-Recycling bei Duesenfeld (03:39)

In Bremerhaven werden die Akkus zerkleinert. Das ist der weniger energieintensive Teil des Recyclings. Im nächsten Schritt werden die Rohstoffe dann zu Anoden- und Kathodenmaterial für neue Akkus weiterverarbeitet. Diesen Schritt, für den deutlich mehr Energie benötigt wird, will das Unternehmen anderswohin verlegen.

Redwood Materials bezeichnete die Übernahme als wichtigen Schritt nach Europa. Der Kontinent sei "nach wie vor der weltweit am schnellsten wachsende Markt für Elektroautos" , der angetrieben werde durch den Einsatz der Autohersteller und durch die Unterstützung der Regierungen für die Elektrifizierung.


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