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Nachhaltigkeit:
Jute im Plastik

Baustoff- und Autohersteller nutzen sie zunehmend, doch etabliert sind Verbundwerkstoffe mit Naturfasern noch lange nicht. Dabei gibt es gute Gründe, sie einzusetzen, Umweltschutz ist nur einer von vielen.
/ Werner Pluta
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Naturfaser-Verbundwerkstoff: Ein Großteil der Kunststoffe kann durch biobasierte ersetzt werden. (Bild: Fraunhofer IMWS)
Naturfaser-Verbundwerkstoff: Ein Großteil der Kunststoffe kann durch biobasierte ersetzt werden. Bild: Fraunhofer IMWS

Ein Baumhaus aus Kunststoff? Nicht ganz: Der dänische Spielzeugherstellers Lego setzt in seinem Lego Ideas Baumhaus(öffnet im neuen Fenster) einige Bauteile ein, die nicht aus konventionellem Kunststoff bestehen. Sie sind ein Komposit aus Polyethylen und Zuckerrohrfasern – passenderweise die Teile für den Baum und die Blätter.

Die meisten Kunststoffe sind heute Komposite, also Verbundwerkstoffe aus einem Kunststoff und einem Füllstoff. Meist werden mineralische Füllstoffe einsetzt. Dazu gehören glasfaserverstärkte Kunststoffe(öffnet im neuen Fenster) (GFK), aus denen heute die meisten Yachten gefertigt werden, oder kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe(öffnet im neuen Fenster) (CFK), die beispielsweise im Flugzeug- oder Automobilbau eingesetzt werden. Seit einiger Zeit beschäftigen sich Wissenschaftler aber auch damit, Naturmaterialien wie Bast, Holz, Jute, Hanf, Ramie, Sisal oder Wolle in Kunststoffen zu verarbeiten.

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