Nachhaltigkeit: Industrieallianz will bis 2022 Akkusiegel einführen

Welche Rohstoffe stecken in einem Akku? Ist er ökologisch hergestellt? Ein Zertifikat soll Kunden künftig darüber informieren. Ende 2022 soll der sogenannte Batteriepass fertig sein.

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Akkufertigung bei Audi (Symbolbild): Daten zu bestimmten Kriterien, Standards und Schwellenwerten
Akkufertigung bei Audi (Symbolbild): Daten zu bestimmten Kriterien, Standards und Schwellenwerten (Bild: Audi)

Transparenz für Kunden soll der sogenannte Batteriepass der Global Battery Alliance (GBA) ermöglichen. Daran soll der Käufer eines Elektroautos oder eines Gerätes erkennen, ob der Akku fair und ökologisch hergestellt wurde.

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Ende des Jahres will die GBA den Prototyp eines solchen Zertifikats vorstellen, im kommenden Jahr eine erste Version. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf BASF. "Bis Ende 2022 soll der Batteriepass mit voller Funktionalität fertiggestellt sein. Dieser soll die Daten zu bestimmten Kriterien, Standards und Schwellenwerten enthalten, die für die Ausstellung eines 'Qualitätssiegels' für nachhaltige Batterien notwendig sind", sagte ein Vertreter des Ludwigshafener Chemiekonzerns der dpa.

Der Pass soll Auskunft über soziale, ökologische und ökonomische Kriterien geben. Dazu gehört, dass beim Abbau des im Akku verwendeten Kobalts Sicherheits- und Gesundheitsstandards eingehalten wurden, und dass keine Kinderarbeit geleistet wurde. Das meiste Kobalt kommt aus der Demokratischen Republik Kongo, wo der Rohstoff zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut wird.

Die GBA wurde 2017 unter dem Dach des Weltwirtschaftsforums gegründet. Geleitet wird die Allianz von BASF-Chef Martin Brudermüller und Benedikt Sobotka, Chef des luxemburgischen Rohstoffkonzerns Eurasian Resources Group (ERG).

Der GBA gehören Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen an, darunter der Automobilindustrie, dem Bergbau und der Chemie, aber auch Verbrauchergruppen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Regierungen. Beteiligt sind beispielsweise die Software- und Internetkonzerne Google, Microsoft und SAP, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) oder die Automobilhersteller BMW, Volkswagen (VW) und dessen Tochter Audi.

VW und Audi halten den Zeitplan von BASF jedoch für zu optimistisch. Das Projekt sei "noch in der Konzeptionsphase", sagte ein VW-Sprecher der dpa. Ein Audi-Sprecher ergänzte: "Es ist davon auszugehen, dass nicht weniger als drei Jahre nötig sein werden, um die - technologisch bedingt - umfangreichen Wertschöpfungsäste hinreichend zu bearbeiten."

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miroo 25. Feb 2020

Zumindest ein ARIEL Weiß sollte dabei sein ?! - Der Rest wird sich wie immer zeigen.

MrTridac 25. Feb 2020

Ein Gütesiegel wäre ja an sich ok, wenn dann aber der Wolf zum Schäfer gemacht wird, ist...

Kirschkuchen 24. Feb 2020

... das du nicht selbst gefälscht hast! Mit diesen Siegeln wird so viel Schindluder...


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