Die fairer produzierten Smartphones von Fairphone sollen künftig verstärkt auch über Mobilfunk-Provider angeboten werden. Ein neues Fairphone 3 wird es in diesem Jahr wohl nicht mehr geben, deutet der Hersteller an.
Das niederländische Startup Fairphone will in Zukunft seine Smartphones verstärkt über Mobilfunk-Provider vermarkten. Das kündigte der Mitbegründer des Unternehmens, Miquel Ballester, am Montag am Rande der Elektronikmesse Ifa an. "Wir wollen für unser faires Smartphone eine größere Sichtbarkeit, die über den Direktvertrieb über die eigene Website hinausgeht" , sagte Ballester der Deutschen Presse-Agentur.
Das Unternehmen, das aus einer Initiative für umweltverträgliche Elektronikgeräte hervorging, bietet Smartphones an, die sozial gerecht und möglichst umweltfreundlich produziert werden sollen. Außerdem verspricht die Firma, dass das aktuelle Modell Fairphone 2 ohne unnötige Hindernisse leicht repariert werden kann. Zuletzt hatte Fairphone eine Lieferkette für fair gehandeltes Gold und Wolfram aus konfliktfreien Gebieten in Ruanda aufgebaut.
Bild 1/20: Das Fairphone 2 mit zwei Wechselcovern (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/20: Das Fairphone 2 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/20: Die Hülle des Fairphone 2 schützt das Smartphone vor Stürzen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/20: Einige der Hüllen sind halbtransparent, wodurch die Einzelteile im Inneren gut erkennbar sind. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/20: Der Akku des Fairphone 2 ist leicht wechselbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/20: Das Display kann nach dem Lösen der beiden blauen Clips abgenommen werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/20: Die Hauptplatine des Fairphone 2 beinhaltet drei ausbaubare Module. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/20: Die drei Module enthalten die wichtigsten Verschleißteile, die im Falle eines Defektes ausgetauscht werden können. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/20: Der Hauptrahmen des Fairphone 2 ohne alle Module (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/20: Das Frontkameramodul des Fairphone 2 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/20: Das Frontkameramodul enthält zusätzlich die Kopfhörerbuchse und den Telefonlautsprecher. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/20: Das Mikrofonmodul des Fairphone 2 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/20: Das Mikrofonmodul enthält noch den USB-Anschluss und die Vibrationseinheit. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/20: Das Hauptkameramodul des Fairphone 2 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/20: Das Hauptkameramodul von der Rückseite (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/20: Die Privacy-Impact-Meldung der auf dem Fairphone 2 installierten Android-Version. In diesem Fall greift die App nicht auf Persönlichkeitsrechte zurück. (Screenshot: Golem.de)
Bild 17/20: Nutzer können sich die Privacy-Impact-Informationen im Detail anschauen. (Screenshot: Golem.de)
Bild 18/20: Facebook etwa erreicht nur eine mittlere Einstufung beim Privacy Impact. (Screenshot: Golem.de)
Bild 19/20: Auch hier lassen sich Details betrachten. (Screenshot: Golem.de)
Bild 20/20: Die einzelnen Detailpunkte können nochmals für nähere Information geöffnet werden. (Screenshot: Golem.de)
Das Fairphone 2 war vor einem Jahr zur Ifa vorgestellt worden. "Manche fragen uns jetzt, wo das Fairphone 3 bleibt. Aber wir werden nicht jedes Jahr ein neues Modell auf den Markt bringen" , sagte Ballester. Von dem Modell seien bislang rund 50.000 Geräte verkauft worden. "Mit den großen Zahlen von Apple oder Samsung können wir nicht mithalten. Wir haben aber in der Diskussion um Nachhaltigkeit in der Mobilfunkbranche viel bewegt."
Als erster Mobilfunkprovider vertreibt seit Anfang August der deutsche Anbieter 1&1 das Fairphone 2. Je nach Tarifstufe kostet es bis zu 349 Euro. Wer es ohne Zuzahlung zu seinem Vertrag bekommen möchte, muss die sogenannte Allnet-Flat mit fünf Gigabyte Datenvolumen buchen, die knapp 50 Euro im Monat kostet.