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Nachhaltigkeit: Fairphone will Smartphones verstärkt über Provider anbieten

Ifa 2016
Die fairer produzierten Smartphones von Fairphone sollen künftig verstärkt auch über Mobilfunk-Provider angeboten werden. Ein neues Fairphone 3 wird es in diesem Jahr wohl nicht mehr geben, deutet der Hersteller an.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Das Fairphone 2 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Fairphone 2 Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Das niederländische Startup Fairphone will in Zukunft seine Smartphones verstärkt über Mobilfunk-Provider vermarkten. Das kündigte der Mitbegründer des Unternehmens, Miquel Ballester, am Montag am Rande der Elektronikmesse Ifa an. "Wir wollen für unser faires Smartphone eine größere Sichtbarkeit, die über den Direktvertrieb über die eigene Website hinausgeht" , sagte Ballester der Deutschen Presse-Agentur.

Fairphone 2 – Fazit
Fairphone 2 – Fazit (00:57)

Das Unternehmen, das aus einer Initiative für umweltverträgliche Elektronikgeräte hervorging, bietet Smartphones an, die sozial gerecht und möglichst umweltfreundlich produziert werden sollen. Außerdem verspricht die Firma, dass das aktuelle Modell Fairphone 2 ohne unnötige Hindernisse leicht repariert werden kann. Zuletzt hatte Fairphone eine Lieferkette für fair gehandeltes Gold und Wolfram aus konfliktfreien Gebieten in Ruanda aufgebaut.

Fairphone 3 kommt wohl noch nicht

Das Fairphone 2 war vor einem Jahr zur Ifa vorgestellt worden. "Manche fragen uns jetzt, wo das Fairphone 3 bleibt. Aber wir werden nicht jedes Jahr ein neues Modell auf den Markt bringen" , sagte Ballester. Von dem Modell seien bislang rund 50.000 Geräte verkauft worden. "Mit den großen Zahlen von Apple oder Samsung können wir nicht mithalten. Wir haben aber in der Diskussion um Nachhaltigkeit in der Mobilfunkbranche viel bewegt."

Als erster Mobilfunkprovider vertreibt seit Anfang August der deutsche Anbieter 1&1 das Fairphone 2. Je nach Tarifstufe kostet es bis zu 349 Euro. Wer es ohne Zuzahlung zu seinem Vertrag bekommen möchte, muss die sogenannte Allnet-Flat mit fünf Gigabyte Datenvolumen buchen, die knapp 50 Euro im Monat kostet.


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