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Der Flyer von Tintenmarkt.de
Der Flyer von Tintenmarkt.de (Bild: Tintenmarkt.de/Scan: Andre Kramer)

Drucker haben häufig Sicherheitslücken

Andere Drucker haben in der Standardeinstellung ein offen zugängliches Administratorpanel - was in der Vergangenheit schon genutzt wurde, um an Universitäten in Deutschland und den USA rechtsextreme Pamphlete auszudrucken. Über die Webinterfaces kann auch eine veränderte Firmware eingespielt werden. Erst kürzlich zeigten Forscher der Ruhr-Universität-Bochum zahlreiche Sicherheitslücken in Druckern auf.

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Einfach zu schreiben: "Ihr Drucker funktioniert doch!" ist daher irreführend und gefährlich für Nutzer, die sich nicht im Detail mit der Technik auskennen.

Nutzer könnten sich durch die Formulierung "Sag Nein zum Update!" außerdem verleitet fühlen, Updates auf ihrem Rechner generell zu deaktivieren. Das ist gerade bei der aktuellen Bedrohungslage auf keinen Fall zu empfehlen.

Aktuelle Sicherheitsupdates sind der beste Schutz, den Nutzer ergreifen können und schützen sie deutlich besser, als es jeder Virenscanner kann. Zu welchen Problemen es kommen kann, wenn lange verfügbare Updates bei vielen Nutzern nicht installiert werden, hat zuletzt die Wanna Cry-Ransomware-Epidemie gezeigt.

Es gibt zahlreiche sinnvolle Forderungen

Das Unternehmen könnte in mehreren Bereichen sinnvoll aktiv werden: So könnte von Herstellern gefordert werden, Sicherheits- und Featureupdates generell zu trennen, damit Nutzer sich für mehr Sicherheit entscheiden können, auch wenn sie ein neues Feature nicht installieren wollen.

Auch das hehre Ziel des Unternehmens, die Recyclingquote im Bereich Tintenpatronen zu erhöhen, sollte besser durch den Versuch politischer Überzeugungsarbeit, etwa für ein Recht auf Nachfüllen, angegangen werden - und nicht auf Kosten der Sicherheit der eigenen Kunden.

Tintemarkt.de-Geschäftsführer Michael Dorn betonte im Gespräch mit Golem.de, dass sein Unternehmen Kunden nur die Konsequenzen von Updates aufzeigen wolle. Wer Updates wolle, habe diese natürlich weiter installieren können. Künftig will das Unternehmen nach der Anfrage von Golem.de aber auf die Beilage der Zettel verzichten - auch, weil das Problem mit der Tintenblockade nicht mehr so akut sei wie vor einigen Monaten.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

Nachtrag vom 15. Juni 2017, 9:49 Uhr

Nach der Anfrage von Golem.de hat sich Tintenmarkt.de auf der Webseite vom eigenen Flyer distanziert und fordert Nutzer auf, eventuell ausgelassene Firmware-Updates nachzuholen. Wir begrüßen diesen Schritt.

 Nachfülltinte: Tintenmarkt.de warnt Nutzer vor Sicherheitsupdates

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PSmith 16. Jun 2017

Lokale Drucker, die z.B. keine Freigaben im Netz anbieten und nur durch einen PC via USB...

menno 15. Jun 2017

Jo, und ich gehe mit einem fetten Grinsen ins Bett. Ich drucke etwas aus, dann scanne...

x2k 15. Jun 2017

Ich würde das jetzt nicht pauschalisieren. Win updates lasse ich gerne mal ein paar tage...

crazypsycho 15. Jun 2017

Da würde ich aber damit argumentieren, dass dieses Softwareupdate ja nur notwendig ist...

MSW112 14. Jun 2017

Aber auch dann funktioniert er in der Regel weiterhin, Zerstörung von Hardware ist seit...



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