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Nachfolger von Zipse: Milan Nedeljkovic wird neuer BMW-Chef

Der bisherige Produktionsvorstand des Autokonzerns BMW löst Oliver Zipse ab.
/ Friedhelm Greis
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Milan Nedeljkovic wird Nachfolger von Oliver Zipse als BMW-Chef. (Bild: BMW)
Milan Nedeljkovic wird Nachfolger von Oliver Zipse als BMW-Chef. Bild: BMW

Der promovierte Ingenieur Milan Nedeljkovic wird neuer Chef des Münchner Autokonzerns BMW. Der bisherige Produktionsvorstand trete im Mai 2026 die Nachfolge von Oliver Zipse an, teilte das Unternehmen am 9. Dezember 2025 mit(öffnet im neuen Fenster) . Nedeljkovic gehört seit 2019 dem BMW-Vorstand an.

Als Produktionschef ist der 56-Jährige für den Aufbau des neuen Werkes im ungarischen Debrecen verantwortlich, wo inzwischen mit dem vollelektrischen iX3 ( Probefahrt ) das erste Modell der sogenannten Neuen Klasse produziert wird. Nedeljkovic fing 1993 bei BMW als Trainee an und war der Mitteilung zufolge bereits in verschiedenen leitenden Funktionen tätig, unter anderem im Werk Oxford, als Werkleiter Leipzig und München sowie als Leiter Unternehmensqualität.

Zipse beendet nach 35 Jahren im Unternehmen planmäßig seine Vorstandstätigkeit. Der bisherige BMW-Chef gilt als Gegner des sogenannten Verbrennerverbots auf EU-Ebene. So sagte Zipse vor den entsprechenden Entscheidungen auf EU-Ebene im Jahr 2022 : "Angesichts der Volatilität und Unsicherheit, die wir weltweit Tag für Tag erleben, ist jede langfristige Regulierung, die über dieses Jahrzehnt hinausgeht, in diesem frühen Stadium voreilig."

Neue Klasse wird ausgedehnt

Im Gegensatz zu anderen Hersteller wie Mercedes-Benz oder VW verzichtete BMW – abgesehen vom Kleinwagen i3 – zunächst auf eine eigenständige Elektroplattform mit abweichendem Design. Damit konnte BMW flexibler auf die schwankenden Verkaufszahlen bei Elektroautos reagieren. Zudem setzt der Hersteller weiterhin auf die Entwicklung von Wasserstoff-Pkw, obwohl in diesem Bereich nur geringe Verkaufszahlen zu erwarten sind.

Ob Nedeljkovic den bisherigen Kurs ändert, dürfte auch vom Erfolg der Neuen Klasse abhängen. Zipse bezeichnete zuletzt das Lob für den iX3 nicht nur als "sehr positiv" , sondern als geradezu "beglückend" . Darüber dürfte auch Nedeljkovic erleichtert sein, denn das Bedienungskonzept mit der Panoramic Vision soll schließlich in allen neuen BMW-Modellen Einzug finden, auch bei Verbrennern.

Für den künftigen BMW-Chef dürfte es daher vor allem darum gehen, das Konzept der Neuen Klasse auf die gesamte Modellpalette und damit auch die anderen BMW-Werke auszudehnen. Das gilt beispielsweise für die angekündigte Limousine i3 und eine mögliche M-Version. Der i3 soll vom kommenden Jahr an in München produziert werden.

Der Vertrag des neuen Vorstandschefs läuft bis 2031.


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