Umweg über Firmware-Update denkbar

Einige Drittanbieter wie Dell, HP und Lenovo bieten Firmware-Updates für ihre dedizierten TPM-Chips an, die von Version 1.2 auf 2.0 aktualisieren. Auch Microsoft hat ein Referenzdesign für TPM 2.0 auf Github für alle zur Verfügung gestellt. Mit diesem Code kann etwa TPM 2.0 simuliert werden.

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Möglicherweise können Intel und AMD ihre fTPM-Module älterer Chips auf Version 2.0 aktualisieren, indem sie eine aktualisierte Firmware dafür veröffentlichen. Das wäre sehr im Interesse der Kundschaft, die bereits bei drei bis vier Jahre alten Computern Gefahr laufen, Windows 11 nicht nutzen zu können. Ob das ebenso einfach möglich ist, wie ein Firmware-Update des dTPM, ist schwer zu sagen.

Image-Schaden oder Prinzipien?

Aber auch Microsoft steht schon jetzt in der Kritik, eine geplante Obsoleszenz bei noch funktionierender und teils sogar noch leistungsfähiger Hardware (beispielsweise Ryzen First Gen) zu forcieren. Diverse Menschen sind deshalb verwirrt und frustriert. So gibt es auf Reddit einen langen Thread, in dem sich Mitglieder bereits austauschen.

"Also, in der katastrophalen Klimakrise wird mir empfohlen, meinen noch perfekt funktionierenden PC wegzuwerfen und einen neuen zu kaufen", schreibt ein Mitglied. Solch negatives Feedback aus der Community kann schnell zu einem schlechten Image bei Microsoft führen. Es ist daher gut möglich, dass der Konzern die doch strikten Bedingungen für Windows 11 noch lockert.

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Andererseits wird keine Person dazu aufgefordert, Windows 11 direkt zu verwenden. Windows 10 wird weiterhin eine valide Option für die meisten Menschen bleiben. Das OS wird noch bis 2025 unterstützt. Da Windows 10 und Windows 11 zudem sehr ähnlich sind, ist mit weiteren Inhaltsupdates und Patches für beide Betriebssysteme zu rechnen.

Windows 11 ist zudem zunächst nur für neuere Geräte geplant, die ab Herbst 2021 verkauft werden. Erst 2022 soll dann das kostenlose Update von Windows 10 aus ermöglicht werden. Das gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihre Hardware für das OS kompatibel zu machen. Das ist bereits jetzt mittels Microsofts eigener PC-Integritätsprüfung (Link zum Download) möglich, einem Tool, welches die eigene Maschine auf Kompatibilität zu Windows 11 prüft.

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Versteckte Anforderungen abseits von TPM 2.0

Auf Github existiert mit WhynotWin11 eine verbesserte Version davon, welche entschlüsselt, warum das eigene System kompatibel oder nicht kompatibel ist. Dort wird auch klar, dass Windows 11 offenbar auch eine nach GPT formatierte Partitionstabelle benötigt und kein Master Boot Record (MBR) unterstützt. Auch werden Legacy-Boot-Optionen nicht mehr unterstützt.

Bezüglich des TPM: Es kann passieren, dass ein System als inkompatibel erkannt wird, obwohl es theoretisch die Systemvoraussetzungen erfüllt. Oft ist das fTPM im UEFI standardmäßig deaktiviert und muss dort reaktiviert werden. Optional gibt es für diverse Mainboards externe TPM-Chips, die auf die Platine gesteckt werden.

Ob kompatibel oder nicht, Windows 11 ist noch nicht offiziell verfügbar und wird es auch noch lange nicht sein. Es ist daher nur sinnvoll, erst einmal weitere Änderungen abzuwarten, bevor neue Hardware gekauft wird. Möglicherweise ändert Microsoft noch einige Anforderungen.

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 Nachfolger von Windows 10: Windows 11 und der Ärger um TPM 2.0
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Lachser 03. Jul 2021

Das Problem ist, dass es eben nicht DAS Linux gibt, sondern viele Linix Distributionen...

Oso12 30. Jun 2021

Nachdem ich nach langer Sucherei in meinem Asus Z170 den TPM Modus gefunden und aktiviert...

NoGoodNicks 29. Jun 2021

Das ist nicht so einfach. Meinen alten Athlon64 konnte ich bei Win10-Einführung auch...

nate 29. Jun 2021

Das würde ja bedeuten ... dass ich nicht existiere? Und (zehn-? hundert-?)tausende...



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