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Nachbau: Bastler macht Airpods-Pro-Hülle reparierbar

Der Schweizer Ingenieur Ken Pillonel hat die Airpods-Pro -Hülle nachgebaut und die Pläne online gestellt. Der Akku ist wechselbar.
/ Andreas Donath
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Umbau der Airpods-Pro-Hülle (Bild: Ken Pillonel)
Umbau der Airpods-Pro-Hülle Bild: Ken Pillonel

Apples Airpods können eigentlich nicht repariert, und die Ladehülle kann nicht mit einem neuen Akku versehen werden. Der Bastler Ken Pillonel bewies mit dem Nachbau einer Ladehülle nun jedoch, dass ein leicht modifiziertes Design sehr wohl einen Akkutausch ermöglichen würde.

In einem Video zeigte der Schweizer Ingenieur, wie sich aus selbst angefertigten Teilen eine Airpods-Pro-Ladehülle bauen lässt(öffnet im neuen Fenster) . Über eine USB-C-Buchse kann die Hülle aufgeladen werden.

Die nötigen CAD-Daten stellte Pillonel kostenfrei online, um anderen den Nachbau zu ermöglichen. Sein Ziel ist, damit einen Beitrag gegen die große Menge an Elektroschrott zu leisten. Wer die Konstruktionspläne haben will, schickt eine E-Mail an kens_secret_files@proton.me.

Allerdings kann als Absender nicht irgendeine E-Mail-Adresse genutzt werden, sondern nur eine von Protonmail. Der Ingenieur wirbt auch für die Dienste des E-Mail-Hosters. Alternativ können die Dateien von Github heruntergeladen(öffnet im neuen Fenster) werden.

Für den Selbstbau ist neben einem guten SLA-3D-Drucker(öffnet im neuen Fenster) viel Bastelerfahrung, Werkzeug und ein altes Gehäuse, aus dem die Elektronik entnommen wird, erforderlich. Den Akku gibt es bei Versendern wie Aliexpress.

Den Lightning-Port gibt es nicht zu kaufen. Ist dieser kaputt, ist ein USB-C-Umbau denkbar. Dafür konstruierte Pillonel einen eigenen Anschluss und ließ den flexiblen Schaltkreis ausdrucken.

Langfristig hofft Pillonel, mit seinen Konzepten auch Apple zu mehr Reparierbarkeit seiner Produkte zu bewegen. Die begrenzte Lebensdauer und mangelnde Reparierbarkeit von Elektronikgeräten führt zu enormen Mengen an Elektroschrott weltweit. Durch nachhaltigere und reparaturfreundlichere Designs könnten Ressourcen geschont und die Umweltbelastung reduziert werden.


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