Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Nach zwei Hacks in einem Monat: Kryptodieb kauft von Millionenbeute Pokémon-Karten

Ein Mann soll von der Krypto -Börse Uranium Finance über 50 Millionen US-Dollar gestohlen und dann Unsummen für Sammlerobjekte ausgegeben haben.
/ Marc Stöckel
3 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Ein Stapel Pokémon-Karten war einem Kryptodieb einen Millionenbetrag wert. (Bild: Martin LELIEVRE / AFP via Getty Images)
Ein Stapel Pokémon-Karten war einem Kryptodieb einen Millionenbetrag wert. Bild: Martin LELIEVRE / AFP via Getty Images

Ein 36-jähriger Mann aus dem US-Bundesstaat Maryland hat sich den Behörden gestellt. Er soll die dezentrale Kryptobörse Uranium Finance gleich zweimal gehackt und dabei Kryptowährungen im Wert von über 50 Millionen US-Dollar erbeutet haben. Laut Pressemitteilung der US-Staatsanwaltschaft(öffnet im neuen Fenster) gab er das Geld später unter anderem für seltene Sammlerobjekte wie Pokémon-Karten und antike Münzen aus.

Der erste Angriff auf Uranium fand den Angaben zufolge am 8. April 2021 statt. Dabei soll der Angreifer einen Fehler in einem Smart Contract ausgenutzt haben, um mehr Kryptowährungen abzuheben, als ihm eigentlich zugestanden hätten. Insgesamt bereicherte er sich damit den Angaben zufolge um rund 1,4 Millionen US-Dollar.

Zweiter Hack im selben Monat

Um einer möglichen Strafverfolgung zu entgehen, zahlte der Angreifer einen Großteil des Geldes an Uranium Finance zurück. 386.000 US-Dollar soll er als "Bug-Bounty-Prämie" behalten haben. Nur wenige Wochen später, am 28. April 2021, nutzte er allerdings erneut einen Fehler in einem Smart Contract von Uranium aus. Dieses Mal war seine Beute mit 53,3 Millionen US-Dollar um ein Vielfaches größer.

Für Uranium Finance war der zweite Angriff so gravierend, dass der Betrieb der Plattform kurz darauf eingestellt werden musste. Der Angreifer nutzte den Gerichtsdokumenten(öffnet im neuen Fenster) zufolge unter anderem den Kryptomixer Tornado Cash , um die Spuren seiner Krypto-Transaktionen zu verwischen. Danach gab er einen Teil des Geldes für Sammelobjekte aus.

Sammlerkarten, Münzen und etwas Stoff

Laut Mitteilung der US-Justiz kaufte der 36-Jährige unter anderem seltene Karten für das Sammelkartenspiel Magic: The Gathering sowie seltene Pokémon-Karten und antike römische Münzen. Als Beispiele werden ausgewählte Pokémon- und Magic-Kartensets für zusammen mehr als drei Millionen US-Dollar genannt. Eine spezielle Black-Lotus-Karte war ihm sogar alleine 500.000 US-Dollar wert.

Darüber hinaus soll der Beschuldigte für 137.500 US-Dollar ein Stück Stoff aus dem Originalflugzeug der Luftfahrtpioniere Gebrüder Wright sowie für 601.545 US-Dollar eine antike Münze zum Gedenken an die Ermordung von Julius Cäsar erworben haben.

Rund 31 Millionen US-Dollar von seiner Beute soll der 36-Jährige jedoch am 24. Februar 2025 im Rahmen einer Beschlagnahmung an die Strafverfolgungsbehörden verloren haben. Der Mann aus Maryland muss sich nun einem Gerichtsprozess stellen. Ihm droht für Computerbetrug und Geldwäsche zusammen eine Haftstrafe von bis zu 30 Jahren.


Relevante Themen