Nach Warner-Übernahme: Das hat Netflix mit HBO Max vor

In einer Golem vorliegenden E-Mail an Netflix-Abonnenten wird die künftige Strategie für die Übernahme von Warner Bros. umrissen. "Damit vereinen wir unseren Entertainment-Dienst mit den legendären Storys von Warner Bros." , heißt es in der Mitteilung.
Dazu werden "einige der weltweit beliebtesten Franchises wie Harry Potter, Friends, The Big Bang Theory, Casablanca, Game of Thrones und das DC Universe mit Stranger Things, Wednesday, Squid Game, Bridgerton und KPop Demon Hunters zusammen" gebracht.
Demnach hat sich Netflix vorgenommen, seinen Abonnenten langfristig auch die Warner- und HBO-Inhalte im Abo zur Verfügung zu stellen. Netflix geht davon aus, dass die Übernahme in "in 12 bis 18 Monaten erfolgt" . Langfristig wird Warner Bros. auch in Zukunft neue Filme und Serien produzieren, umreißt Netflix die weitere Strategie.
Netflix und HBO Max bleiben vorerst getrennt
Etwas konkreter wird Netflix im Kundendienstbereich(öffnet im neuen Fenster) des Anbieters, wo die Frage beantwortet wird, wann Inhalte von Warner auf Netflix verfügbar sein werden: "Netflix und Warner Bros. bleiben getrennt, bis die Übernahme abgeschlossen wird."
Zunächst bleibt aber das Abo von Netflix unangetastet. "Heute ändert sich nichts" , heißt es in der E-Mail an Netflix-Abonnenten. "Beide Streamingdienste werden weiterhin separat betrieben" , wird die aktuelle Situation beschrieben. In der E-Mail wird unberücksichtigt gelassen, dass Paramount zuvor öffentlich ein neues Gegenangebot für Warner Bros. abgegeben hat , um eine Netflix-Übernahme zu verhindern.
HBO Max startet im Januar 2026 in Deutschland
Am 13. Januar 2026 bringt Warner zunächst unter anderem in Deutschland sein Abo HBO Max auf den Markt. Derzeit hat Netflix über 300 Millionen Abonnenten weltweit, während HBO Max zuletzt 128 Millionen aktive Abos vermeldete.

Mit der Übernahme will Netflix die Warner-Strategie fortführen, Serien an andere Streamingabos zu lizenzieren. Bisher war Netflix in diesem Geschäftsfeld nach eigenen Angaben nicht aktiv. Auf der UBS Global Media and Communications Conference erklärte Netflix' Co-CEO Ted Sarandos laut Deadline(öffnet im neuen Fenster) , dass die Lizenzierung von Warner-Serien fortgeführt werde.