Nach Urteil der EU: USA wollen Strafe gegen Meta und Apple nicht tolerieren

Nachdem die EU-Kommission Strafen gegen Apple und Meta verhängte, hat das Weiße Haus laut einem Reuters-Bericht(öffnet im neuen Fenster) erklärt, dass es diese als neuartige Form der wirtschaftlichen Erpressung ansehe, welche die USA nicht tolerieren wollen.
Die US-Regierung bezeichnete den Digital Markets Act (DMA) der EU, auf dem die Urteile basieren, zudem als diskriminierend. Ein Sprecher des Weißen Hauses fügte laut dem Bericht hinzu: "Extraterritoriale Vorschriften, die speziell auf amerikanische Unternehmen abzielen und diese untergraben, Innovationen ersticken und Zensur ermöglichen, werden als Handelshemmnisse und direkte Bedrohung der freien Zivilgesellschaft verstanden."
Mit der Entscheidung, Geldbußen gegen Apple und Meta zu verhängen , nutzte die EU das erste Mal den neuen Regulierungsrahmen für die digitale Wirtschaft. Dabei schöpfte sie die Regeln des DMA nicht aus , um die US-Regierung unter Donald Trump nicht zu reizen.
"Andere Länder sollten das Gleiche tun"
Den Begriff Erpressung wählte die US-Regierung bereits Ende Februar 2025, als diese ankündigte, dass sie die Regulierung und Besteuerung von US-Firmen im Ausland untersuchen wolle.
Tim Sweeney, CEO von Epic, stritt sich mit Apple schon seit längerem wegen Fortnite auf iOS. In einem Beitrag auf X(öffnet im neuen Fenster) bezeichnete er die Entscheidung der EU-Kommission als gute Nachricht für Entwickler auf der ganzen Welt.
Mark Rein, Vize-Präsident von Epic, sagte ebenfalls auf X(öffnet im neuen Fenster) : "Das ist keine unfaire Behandlung amerikanischer Unternehmen, sondern die Befreiung aller Unternehmen, auch der amerikanischen, von ungesetzlichen Gebühren, Vorschriften und Einmischungen. Die USA und andere Länder sollten genau das Gleiche tun!"
Der Fortnite-Entwickler Epic hatte sowohl Apple als auch Google bereits wegen des Missbrauchs ihrer Marktmacht vor US-Gerichte (g+) gebracht. Tim Sweeney bezeichnete Apples Umsetzung der europäischen DMA-Regeln in der Vergangenheit zudem als "Müll" .