Nach Unfällen: Verkehrsministerium warnt Tesla-Fahrer vor Autopilot

Besitzer eines Tesla erhalten in diesen Tagen einen Brief vom Verkehrsminister persönlich. Auf die Nutzung der umstrittenen Autopilot-Funktion hat das jedoch keine Auswirkungen.

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Das Verkehrsministerium warnt vor der unvorsichtigen Nutzung von Teslas Autopilot.
Das Verkehrsministerium warnt vor der unvorsichtigen Nutzung von Teslas Autopilot. (Bild: Teslarati)

Das Bundesverkehrsministerium warnt die deutschen Halter eines Tesla-Elektroautos ausdrücklich vor der unvorsichtigen Nutzung der eingebauten Autopilot-Funktion. "Der Einsatz dieses Systems in Ihrem Fahrzeug erfordert zu jeder Zeit seines Betriebes die ständige und uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Nutzers im Hinblick auf das unmittelbar herrschende Verkehrsgeschehen, um die Rechtsvorschriften zum Straßenverkehr (insbesondere StVO) einhalten zu können", heißt es in dem Schreiben, das von der Bild-Zeitung veröffentlicht und von Mobilegeeks zitiert wurde.

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Hintergrund des Schreibens ist offenbar ein Gutachten der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), in dem der Autopilot nach eigenen Tests scharf kritisiert wird. Das größte Problem: Der Autopilot lässt sich überall aktivieren, nicht nur auf der Autobahn. Doch für die Stadt ist das System gar nicht gedacht. Auch die Bezeichnung des Assistenzsystems sei irreführend, weil damit suggeriert würde, dass der Fahrer nicht aufpassen müsste, sondern das Auto selbst zum Ziel findet. Tesla weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass der Fahrer jederzeit eingreifen können muss.

Noch kein echter Autopilot

Golem.de hatte bereits im April dieses Jahres darauf hingewiesen, dass Assistenzsysteme wie der Autopilot von Tesla oder der Lenkpilot der Mercedes E-Klasse die Fahrer dazu verleiten könnte, öfter als erlaubt die Hände vom Lenkrad zu nehmen und dem Fahrzeug zu vertrauen. Das Verkehrsministerium schreibt dementsprechend in dem Brief: "Bei dem in Ihrem Fahrzeug verbauten sogenannten 'Autopilot' handelt es sich um ein reines Fahrerassistenzsystem und nicht um ein hochautomatisiertes Fahrzeug, das ohne ständige Aufmerksamkeit des Fahrers betrieben werden kann."

Hochautomatisierte Fahrzeuge sind bislang noch nicht zugelassen. Erste Modelle könnten 2018 auf den Markt kommen und in bestimmten Situationen die komplette Fahrzeugsteuerung übernehmen. Audi ist in diesem Zusammenhang konsequenter: Erst hochautomatisierte Funktionen werden als pilotiertes Fahren bezeichnet.

Noch keine Deaktivierung geplant

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Bislang scheuen die deutschen Behörden noch davor zurück, Teslas Autopilot komplett zu verbieten und deaktivieren zu lassen. Selbst eine räumliche Einschränkung der Funktion auf Autobahnen scheint für eine sichere Nutzung aber nicht ausreichend, da das BASt auch dort Probleme festgestellt hat. So reiche das rückwärtige Radar nur 40 Meter weit, was aufgrund der zum Teil hohen Tempodifferenzen auf deutschen Autobahnen nicht ausreiche, um beim Überholen den herannahenden Verkehr immer rechtzeitig zu erkennen. Ebenfalls sei der Tesla nicht in der Lage gewesen, bei Baustellen den gelben Fahrbahnmarkierungen zu folgen.

Tesla will laut einem Bericht von Electrek hingegen mit einem künftigen Update der Autopilot-Software weitere Unfälle verhindern. In der Vergangenheit waren mit dem Autopiloten mehrere schwere Unfälle passiert, die offenbar möglich wurden, weil die Fahrer nicht eingriffsbereit waren, als die Technik versagte. Die neue Software soll zudem das automatische Auf- und Abfahren auf die Autobahn ermöglichen.

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energieingenieur 14. Okt 2016

Die Bezeichnung Autopilot ist völlig in Ordnung. Ich halte den Autopilot im Tesla Model S...

slashwalker 14. Okt 2016

Das hat auch versicherungsrechtliche Gründe.

nicoledos 14. Okt 2016

Man braucht nicht mit den Flugzeugen zu kommen. Im Straßenverkehr gibt es auch nur eine...

nicoledos 14. Okt 2016

Eine vmax basierend auf Kartendaten wäre für einige Idioten manchmal nicht schlecht...



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