• IT-Karriere:
  • Services:

Nach Undercover-Recherche: Zalando geht juristisch gegen RTL-Journalistin vor

Mit versteckten Kameraaufnahmen hat eine RTL-Reporterin Missstände in einem Logistiklager des Textilversands Zalando offengelegt. Die Recherche hat einen handfesten Streit zur Folge - und eine Anzeige durch den Online-Shop.

Artikel veröffentlicht am , Lukas Bay/Handelsblatt/Martin Dowideit
Outlet-Center von Zalando in Berlin
Outlet-Center von Zalando in Berlin (Bild: Zalando)

Druck von Vorgesetzten und gesundheitliche Ausbeutung bis an die Leistungsgrenze - was die 21-jährige RTL-Reporterin Caro Lobig im Logistiklager des Textilversands Zalando erlebt hat, erschüttert nicht nur Arbeitsrechtler. Für die Sendung Extra hat die Reporterin drei Monate undercover in einem Logistiklager des Textilunternehmens gearbeitet. Ihren Recherchen zufolge soll Zalando massiv gegen das Arbeitsrecht verstoßen haben. Wegen der Methoden ihrer Recherche gibt es nun einen Rechtsstreit.

Inhalt:
  1. Nach Undercover-Recherche: Zalando geht juristisch gegen RTL-Journalistin vor
  2. 'Sitzen ist generell unerwünscht'

Als die Tarnung der Reporterin am 28. März aufgeflogen sei, sei es zu einem Polizeieinsatz gekommen, bestätigt Zalando. Noch am selben Tag habe man eine Anzeige eingereicht. Diese sei am 8. April eingegangen, bestätigt die Staatsanwaltschaft Erfurt Handelsblatt Online. Der Vorwurf: Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen. "Diese Anzeige halten wir aufrecht. Wir müssen verhindern, dass unsere Prozesse und Systeme, die wir zum Teil auch selbst entwickelt haben, irgendwo auf Film verfügbar sind", sagt Zalando-Sprecher Boris Radke.

Kündigungsschutzklage gegen Zalando

Im Gegenzug habe auch die Reporterin gemeinsam mit Verdi eine sogenannte Kündigungsschutzklage gegen das Unternehmen eingereicht. "Mitarbeiter, die Missstände öffentlich machen, können nicht mit fristloser Kündigung bestraft werden. Auch um dies zu dokumentieren, hat die Reporterin nach juristischer Beratung entsprechende Klage eingereicht", erklärte RTL-Sprecher Christian Körner Handelsblatt Online. Anzeigen wie die von Zalando seien nicht die Regel. Zudem gehe es RTL "aus Sicht unserer Redaktion um Arbeitsbedingungen und Verstöße gegen das Arbeitsrecht."

Finanzielle Entschädigung oder Wiedereinstellung seien nicht angestrebt. Der Sender lasse die Reporterin in der Auseinandersetzung nicht allein: "Die Reporterin wird selbstverständlich jede notwendige juristische Unterstützung erhalten", so Körner. Am vergangenen Donnerstag habe es ein erstes Treffen der Gewerkschaft Verdi mit Zalando in dieser Angelegenheit gegeben, heißt es derweil von Zalando.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
'Sitzen ist generell unerwünscht' 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-92%) 0,75€
  2. 4,32€
  3. 25,99€
  4. 20,49€

silberfieber 18. Apr 2014

naja, die 21 helfen ein wenig, um sich selbst besser als ungelernter/unerfahrener...

User_x 18. Apr 2014

Immerhin kann man mit dieser Argumentation auch die Sklaverei, Apartheit...

DrWatson 18. Apr 2014

Siehst du. Das meine ich. :)

GodsBoss 17. Apr 2014

Du hast nicht keine gesundheitlichen Probleme trotz des vielen Laufens, sondern wegen. ;-)

GodsBoss 17. Apr 2014

Ich halte sehr viele Leute für des rationalen Denkens gar nicht fähig. Kleine Anekdote...


Folgen Sie uns
       


Kuschelroboter Lovot angesehen (CES 2020)

Lovot ist ein kleiner Roboter, der bei seinem Besitzer für gute Stimmung sorgen soll. Er lässt sich streicheln und reagiert mit freudigen Geräuschen.

Kuschelroboter Lovot angesehen (CES 2020) Video aufrufen
Lovot im Hands-on: Knuddeliger geht ein Roboter kaum
Lovot im Hands-on
Knuddeliger geht ein Roboter kaum

CES 2020 Lovot ist ein Kofferwort aus Love und Robot: Der knuffige japanische Roboter soll positive Emotionen auslösen - und tut das auch. Selten haben wir so oft "Ohhhhhhh!" gehört.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orcam Hear Die Audiobrille für Hörgeschädigte
  2. Viola angeschaut Cherry präsentiert preiswerten mechanischen Switch
  3. Consumer Electronics Show Die Konzept-Messe

Open Power CPU: Open-Source-ISA als letzte Chance
Open Power CPU
Open-Source-ISA als letzte Chance

Die CPU-Architektur Power fristet derzeit ein Nischendasein, wird aber Open Source. Das könnte auch mit Blick auf RISC-V ein notwendiger Befreiungsschlag werden. Dafür muss aber einiges zusammenkommen und sehr viel passen.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Open Source Monitoring-Lösung Sentry wechselt auf proprietäre Lizenz
  2. VPN Wireguard fliegt wegen Spendenaufruf aus Play Store
  3. Picolibc Neue C-Bibliothek für Embedded-Systeme vorgestellt

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  2. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad
  3. Apex Pro im Test Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber

    •  /