Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Nach Umfrage: Musk will Twitter-Spitze für "blöden" Nachfolger räumen

Elon Musk will sein Versprechen wahrmachen und als Twitter -Chef aufhören. Jedoch nur unter bestimmten Bedingungen.
/ Friedhelm Greis
53 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Elon Musk will als Twitter-Chef zurücktreten - wenn es einen Nachfolger gibt. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)
Elon Musk will als Twitter-Chef zurücktreten - wenn es einen Nachfolger gibt. Bild: Dado Ruvic/Reuters

Elon Musk hat sich nach der Umfrage über seinen Rücktritt als Twitter-Chef erstmals konkret über seine Zukunft an der Spitze des Unternehmens geäußert. "Ich werde als CEO zurücktreten, sobald ich jemanden finde, der blöd genug ist, den Job zu übernehmen! Danach werde ich nur noch die Software- und Server-Teams leiten" , schrieb Musk am 21. Dezember 2022(öffnet im neuen Fenster) auf dem Kurznachrichtendienst, den er Ende Oktober dieses Jahres gekauft hatte.

Musk hatte nach dem Besuch des Finales der Fußballweltmeisterschaft am vergangenen Sonntag in Katar die Nutzer gefragt, ob er als Twitter-Chef zurücktreten solle . An der zwölfstündigen Umfrage nahmen 17,5 Millionen Nutzer teil. 57,5 Prozent der Teilnehmer votierten für einen Rückzug Musks von der Twitter-Spitze, 42,5 Prozent stimmten dagegen.

Unklar ist weiterhin, wer Musks Nachfolger werden soll und wann dieser Wechsel vollzogen werden könnte. Auf die entsprechende Andeutung eines Nutzers schrieb Musk: "Keiner will den Job, der Twitter tatsächlich am Leben erhalten kann. Es gibt keinen Nachfolger." Ebenfalls schrieb Musk, der künftige Twitter-Chef müsse "Schmerzen sehr mögen." Zudem müsse man als Twitter-Chef seine Ersparnisse investieren, denn "das Unternehmen befindet sich seit Mai auf der Überholspur zum Konkurs."

Zudem dürfte er als Eigentümer weiterhin in alle wichtigen Entscheidungen einbezogen sein. Das gilt erst recht, wenn er weiter die Teams für die Softwareentwicklung und die technische Infrastruktur leiten sollte.

In den vergangenen Tagen gerieten Twitter und Musk in die Kritik, weil Konten von Journalisten gesperrt wurden . Vorausgegangen war die Sperrung des Accounts Elonjet , auf dem der Standort von Musks Privatjet automatisch veröffentlicht wurde. Jedoch sperrte Twitter auch andere Journalisten, die kritisch über Musk oder dessen Unternehmen wie etwa Tesla berichteten.

Journalisten weiterhin gesperrt

Zwar machte Twitter die Beiträge der Journalisten wieder sichtbar, jedoch sind deren Zugänge zum Teil immer noch gesperrt. So berichtete Micah Lee vom Portal The Intercept(öffnet im neuen Fenster) , dass Twitter von ihm die Löschung eines Tweets verlange, um wieder vollen Zugang zu seinem Konto zu erlangen. In dem betreffenden Beitrag hatte Lee darauf hingewiesen, dass Twitter das Konto des Konkurrenznetzwerks Mastodon gesperrt habe, nachdem dieses auf den Mastodon-Account von Elonjet verlinkt hatte.

Zudem hatte das Unternehmen angekündigt , keine Links mehr zu bestimmten Netzwerken wie Facebook, Instagram, Mastodon, Truth Social, Tribel, Nostr und Post zu akzeptieren. Die umstrittene Entscheidung wurde anschließend von Musk wieder relativiert(öffnet im neuen Fenster) . Konten sollten nur dann gesperrt werden, "wenn der *primäre* Zweck des Kontos die Werbung für Konkurrenten ist, was im Wesentlichen unter die Regel 'kein Spam' fällt" .


Relevante Themen