Nach Trump-Erlass: Google Maps nennt Ontariosee in Lake America um
Der US-Suchmaschinenkonzern Google hat die Umbenennung des Ontariosees durch US-Präsident Donald Trump in seinem Kartendienst übernommen. Google Maps folge damit den Angaben des Geographic Names Information System (GNIS), das den Namen offiziell in "Lake America" geändert habe, teilte Google am 29. August 2026 in einem Blogbeitrag mit(öffnet im neuen Fenster).
Das GNIS beruft bei der Umbenennung(öffnet im neuen Fenster) auf einen Präsidentenerlass vom 27. August 2026(öffnet im neuen Fenster). Der Ontariosee gehört zu den fünf Großen Seen im Grenzgebiet zwischen den USA und Kanada. Weil sich der kanadische Premier Mark Carney geweigert hatte(öffnet im neuen Fenster), die Zollforderungen Trumps zu akzeptieren, nannte Trump den Ontariosee um.
Nutzern in Kanada wird laut Google weiterhin der ursprüngliche Name angezeigt. Außerhalb der USA sollen künftig beide Namen zu sehen sein. Ähnlich ging Google bereits bei der Umbenennung des Golfs von Mexiko in Golf von Amerika vor.
Name seit Jahrhunderten gebräuchlich
Der Name Ontariosee leitet sich laut Wikipedia(öffnet im neuen Fenster) wahrscheinlich vom irokesischen Wort "Kaniatarí:io" oder "Oniatarí:io" ab, was "See mit glänzendem Wasser" oder "schöner See" bedeutet. Der Name soll seit mindestens 1639 verwendet werden. Die kanadische Provinz Ontario mit der Millionenstadt Toronto ist nach dem See benannt.
Kanada lehnt die Umbenennung des Sees ab. Der Gouverneur der Provinz Ontario, Doug Ford, ließ am Seeufer umgehend ein Schild mit der Aufschrift aufstellen: "Ontariosee – Jetzt und immer".
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