Nach Stromausfall: So arbeitet Waymo den Flottenstopp in San Francisco auf

Besonders die ausgefallenen Ampeln haben den Robotaxis von Waymo offenbar Rätsel aufgegeben. Das zeigen nicht nur zahlreiche Videos und Fotos auf Social Media von den Staus am 20. Dezember, sondern die Firma gibt diesen Fakt auch auf ihrem Blog zu(öffnet im neuen Fenster) . Hier erklärt Waymo, wie die Situation in San Francisco zustande kam.
So reagiert ein Waymo-Taxi an einer ausgefallenen Ampel
Sollten alle Ampeln ausgefallen sein, behandle das Fahrzeug eine Kreuzung, als ob an jeder Straße ein Stoppschild stehen würde, so Waymo. Solche Four-Way-Stops sind in den USA üblich, sind aber auch für menschliche Fahrer verwirrend. Besonders wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig an der Kreuzung halten. Es zeigt sich: Robotaxen haben es hier nicht leichter.
Um die sicherste Route in diesem Fall zu finden, soll es vorkommen, dass das autonome Fahrzeug eine Anfrage an einen menschlichen Helfer schickt. Das nennt die Firma Fleet Response(öffnet im neuen Fenster) und vergleicht den Vorgang mit dem Telefonjoker einer Quizsendung. Ein Mensch schickt auf die Anfrage einen Vorschlag, wohin das Robotaxi fahren soll. Diesen setzt das Fahrzeug dann selbständig um. Waymo betont, dass weiterhin die Technik im Auto die volle Kontrolle behalte, es sich also nicht um eine Fernsteuerung handle.
Zu viele Anfragen überlasten menschliche Helfer
Mit dieser Methode schaffte es die Flotte laut Waymo, 7.000 der ausgefallenen Ampelkreuzungen sicher zu queren. Insgesamt habe der Stromausfall aber so viele Anfragen an Fleet Response verursacht, dass sich die Antworten verzögerten. Das führte zu Staus auf den ohnehin stark belasteten Straßen.
Als direkte Folge aus dem Stromausfall plant Waymo ein Update für seine Flotte. Damit sollen die Autos mehr Kontext über regionale Stromausfälle erhalten, um Kreuzungen in diesen Fällen "entschlossener" zu befahren. Gemeint ist damit wahrscheinlich, dass die Autos weniger Hilfegesuche an Waymo-Mitarbeiter senden.