Nach Streit mit Canonical: Jonathan Riddell hört endgültig bei Kubuntu auf

Nach einem Streit mit der Ubuntu-Führung und dem folgenden Rücktritt vom Kubuntu Council hört der führende Entwickler Jonathan Riddell nun auch als Release-Verantwortlicher auf. Er wirft Canonical weiter falsches Verhalten vor und will sich künftig nur in KDE engagieren.

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Die Veröffentlichung von Kubuntu 15.10 hat Riddell noch betreut, jetzt ist er zurückgetreten.
Die Veröffentlichung von Kubuntu 15.10 hat Riddell noch betreut, jetzt ist er zurückgetreten. (Bild: Kubuntu/CC-BY-SA 4.0)

Über Wochen führten der Community-Beirat von Ubuntu (UCC) und das Kubuntu-Führungsgremium (KC) einen mehr oder weniger öffentlichen Streit über das Verhalten des führenden Kubuntu-Entwicklers Jonathan Riddell. Letzterer sollte - von Mark Shuttleworth gebilligt - von all seinen Ämtern zurücktreten und gab schließlich seine Führungsposition im KC auf. Nun beendet Riddell auch seine sehr aktive Entwicklerposition als Release-Verantwortlicher.

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Riddell gilt als Begründer von Kubuntu und arbeitete bisher hauptberuflich an dem Projekt - zunächst für Canonical, nach dessen Rückzug Anfang 2012 dann für Blue Systems, das die KDE-Community und Kubuntu finanziell unterstützt. Ihm ist unter anderem aggressives und streitlustiges Verhalten vorgeworfen worden und damit die Verletzung der Verhaltensregeln (Code of Conduct) der Ubuntu-Community.

Markenrichtlinien als Streitauslöser

Der Entwickler wirft seinerseits Canonical vor, seit inzwischen drei Jahren Markenrechtsrichtlinien zu forcieren, die aus seiner Sicht im klaren Widerspruch zu den eigentlich freien Lizenzen des gesamten Ubuntu-Projekts stehen. Die Auseinandersetzungen zu diesem Thema waren zuletzt immer hitziger geworden und führten letztlich zu dem einvernehmlichen Rücktritt Riddells aus dem KC. Unabhängig von dieser Gremienarbeit behielt Riddell aber seinen technischen Posten bei Kubuntu.

Doch mit der geschehenen Veröffentlichung von Kubuntu 15.10 gibt Riddell auch seinen Posten als Release-Verantwortlicher auf. Er begründet das damit, dass sich die Situation mit Canonical wohl nicht lösen lasse und die Ubuntu-Führung auch die Position des Ubuntu-Sponsors stütze. Riddell helfe damit einem Projekt, das "seine eigenen Community-Regeln nicht befolgt", weshalb er weitergehen müsse.

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Künftig wolle sich Riddell stärker in die KDE-Community einbringen, also unabhängig von einer einzelnen Distribution.

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