Nach Stellenstreichung im Juni: Crypto.com hat heimlich mehr Mitarbeiter entlassen

Die Kryptowährungs-Börse hat seine Mitarbeiterzahl seit Juni 2022 weiter reduziert. Selbst intern sind keine genauen Zahlen bekannt.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Der Werbespot mit Matt Damon hat 18 Millionen Abrufe auf Youtube.
Der Werbespot mit Matt Damon hat 18 Millionen Abrufe auf Youtube. (Bild: Crypto.com)

Die Kryptobörse Crypto.com hat seit einer großen Entlassungswelle im Juni noch weitere Stellen abgebaut - ohne das öffentlich zu machen. Nach Informationen, die The Verge vorliegen, habe das Unternehmen versucht, das Ausmaß der weiteren Entlassungen selbst intern im Unklaren zu halten.

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Im Juni hatte Crpyto.com-CEO Kris Marszalek auf Twitter angekündigt, 260 Angestellte und damit 5 Prozent der gesamten Belegschaft zu entlassen. Eine Quelle sagte The Verge, selbst innerhalb von Crypto.com könne man das Ausmaß der seitdem erfolgten Entlassungen aufgrund der "mangelnden internen Transparenz" nur schätzen. Das Personal sei seit 2021 um knapp 50 Prozent gewachsen. "Nun scheint es, dass diese zusätzlichen knapp 1.300 Mitarbeiter als Kosten betrachtet werden, die reduziert werden müssen, um das Unternehmen zu retten", die ein Insider laut The Verge.

"Es muss keine Ankündigung geben, es muss keinen Blogpost geben", sagte Marszalek am 10. August 2022 in einer Versammlung der Belegschaft. Ein Transkript liegt The Verge vor. Da es sich bei Crypto.com um ein privates Unternehmen handle, müsse man sich "nicht an die Spielregeln für öffentliche US-Unternehmen halten". Marszalek nahm auch auf die Berichterstattung in den Medien Bezug: "Natürlich sind alle immer an den Zahlen interessiert. Eine Zahl ist eine tolle Schlagzeile, über die man viel tratschen kann." Die Anwesenden sollten sich aber fragen, ob die Veröffentlichung genauer Zahlen in ihrem Interesse sei.

Die gesamte Branche war vom Absturz des Bitcoin-Kurses im Mai 2022 betroffen. Auch Golem.de hatte in den letzten Monaten immer wieder über die Entlassungen bei Fintech-Start-ups und Kryptowährungs-Börsen berichtet. Coinbase, Opensea, Robinhood und Bitpanda entließen Hunderte von Angestellten. Three Arrows Capital, Voyager Digital, Celsius und Nuri meldeten sogar Insolvenz an.

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Hinweise auf weitere Entlassungen ließen sich schon seit Juli 2022 auf der Arbeitgeberbewertungsplattform Glassdoor finden. "Das Unternehmen verheimlicht die Tatsache, dass es mehr als 1.000 Mitarbeiter entlassen hat, obwohl es offiziell die Entlassung von 260 Mitarbeitern angekündigt hat", schreibt der Autor einer negativen Bewertung. Ein internes Unternehmensverzeichnis sei entfernt worden, "sodass wir nicht sehen können, wie die Zahlen sinken."

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