Nach Solarwinds-Hack: Department of Homeland Security setzte auf Signal

Die Solarwinds-Hacker hatten Zugriff auf die E-Mails des Ministeriums für Heimatschutz. Die Mitarbeiter bekamen neue Smartphones - mit Signal.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Department of Homeland Security soll eigentlich vor Cyberattacken schützen, stattdessen wurde es selbst gehackt.
Das Department of Homeland Security soll eigentlich vor Cyberattacken schützen, stattdessen wurde es selbst gehackt. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Unter den vom Solarwinds-Hack betroffenen US-Behörden ist auch das Department of Homeland Security (DHS). Dort sollen unter anderem die E-Mails der DHS-Ministers Chad Wolf sowie der Mitglieder der Abteilung Cybersecurity abgegriffen worden sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Hinter den Solarwinds-Angriffen soll eine staatliche Hackergruppe aus Russland stecken.

Stellenmarkt
  1. Inhouse Consultant SAP Business Partner m/w/d
    Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
  2. Application Engineer (w/m/d) mit Schwerpunkt Abbildung von Prüfungsordnungen
    Universität Passau, Passau
Detailsuche

Um in den Tagen nach dem Hack einen sicheren Kommunikationskanal herzustellen, sollen Wolf und einigen weiteren hochrangigen Behördenmitarbeitern neue, gewipte Smartphones zur Verfügung gestellt worden sein. Auf diesen soll der für ein hohes Maß an Sicherheit bekannte Messenger Signal zum Einsatz kommen.

Die DHS-Sprecherin Sarah Peck bestätigte der AP, dass "eine kleine Anzahl von Konten der DHS-Angestellten" Opfer des Hacks wurden. Das DHS sehe jedoch keine Indicators of Compromise (IoC) mehr in seinem Netzwerk.

Auch beim US-Energieministerium wurden Daten abgegriffen

"Der Solarwinds-Hack war ein Sieg für unsere ausländischen Gegner und ein Misserfolg für das DHS", sagte Senator Rob Portman aus Ohio, oberster Republikaner im Ausschuss für Innere Sicherheit des Senats. "Wir reden hier über die Kronjuwelen des DHS."

Golem Karrierewelt
  1. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    06./07.02.2023, virtuell
  2. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    01./02.12.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Neben Wolf und dem DHS war auch das Energieministerium betroffen. Dort hätten die Eindringlinge auch auf die Terminpläne des Energieministers zugreifen können, wie die Nachrichtenagentur aus Gesprächen mit aktuellen und ehemaligen US-Regierungsbeamten erfahren hat.

Die Nachrichtenagentur AP wirft die Frage auf, wie die US-Regierung die Menschen in den USA schützen soll, wenn sie es schon bei Regierungseinrichtungen nicht schaffe. Hinzu komme, das die beiden umfassendsten Hacks in letzter Zeit - Solarwinds Orion und Microsoft Exchange - von privatwirtschaftlichen Firmen aufgedeckt wurden.

Hacking & Security: Das umfassende Handbuch. 2. aktualisierte Auflage des IT-Standardwerks (Deutsch) Gebundene Ausgabe

Demnach hätten die Behörden die Angriffe nicht erkannt, weil die Eindringlinge auf VPN-Dienste mit US-IP-Adressen gesetzt hätten. Diese würden von den Geheimdiensten als Teil der inländischen Infrastruktur nicht umfassend überwacht, schreibt AP. Die Biden-Administration plane jedoch nicht, die Internetüberwachung auszubauen, sondern setze auf Partnerschaften mit der Privatwirtschaft sowie einen engeren Informationsaustausch mit dieser.

Potenziell 18.000 betroffene Firmen und Regierungseinrichtungen

Erstmals entdeckt hatte den Solarwinds-Hack das Sicherheitsunternehmen Fireeye Anfang Dezember 2020 bei sich selbst und dies dann direkt so aufgearbeitet, dass auch andere untersuchen konnten, ob sie betroffen sind. Schon kurze Zeit später musste davon ausgegangen werden, dass 18.000 Organisationen, Behörden und Firmen kompromittiert wurden.

Nach dem Bekanntwerden der Hacks einer IT-Management-Software von Solarwinds ist die Zahl der Betroffen in den vergangenen Monaten stetig gewachsen. Dies betrifft auch Unternehmen, die die Software nicht selbst eingesetzt haben. US-Behörden gehen davon aus, dass es sich dabei "vermutlich" um einen von Russland staatlich koordinierten Angriff handelt. Auch Microsoft unterstützt diese Annahme prinzipiell.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
Im Winter hat der ID.3 fast 30 Prozent weniger Reichweite

Der Verbrauch bei einem Elektroauto von VW schwankt über das Jahr ordentlich. Anders beim Verbrenner. Doch dessen Verbrauch ist ungleich höher.

Elektromobilität: Im Winter hat der ID.3 fast 30 Prozent weniger Reichweite
Artikel
  1. Digitale Dienste und Märkte: Wie DSA und DMA umgesetzt werden
    Digitale Dienste und Märkte
    Wie DSA und DMA umgesetzt werden

    Die Verordnungen über digitale Dienste und Märkte sind inzwischen in Kraft getreten. An ihrer Umsetzung können Interessenvertreter sich noch beteiligen.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Fit werden für die Cloud - zum halben Preis!
     
    Fit werden für die Cloud - zum halben Preis!

    Ohne Clouddienste geht heute in vielen Unternehmen nicht mehr viel. Die Golem Karrierewelt liefert unverzichtbares Cloud-Know-how mit 50 Prozent Black-Week-Rabatt.
    Sponsored Post von Golem Karrierewelt

  3. Cosmoteer im Test: Factorio im Weltraum
    Cosmoteer im Test
    Factorio im Weltraum

    Eine einzige Person hat über viele Jahre die Sandbox Cosmoteer entwickelt. Dort bauen wir Raumschiffe und kämpfen im All. Achtung, Suchtpotenzial!
    Ein Test von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday bei Mindfactory, MediaMarkt & Saturn • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • WD_BLACK SN850 1TB 129€ • GIGABYTE Z690 AORUS ELITE 179€ • SanDisk SSD Plus 1TB 59€ • Crucial P3 Plus 1TB 81,99 • Mindfactory: XFX Speedster ZERO RX 6900 XT RGB EKWB Waterblock LE 809€ [Werbung]
    •  /