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Nach Sojus-Leck: SpaceX könnte drei ISS-Crewmitglieder zur Erde bringen

Nasa und Roskosmos prüfen, wie die Besatzung des defekten Sojus -Raumfahrzeugs die ISS verlassen können. Möglicherweise springt SpaceX ein.
/ Werner Pluta
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Sojus-Raumfahrzeug an der ISS (Symbolbild): Ist Sojus MS-22 trotz Leck noch funktionsfähig? (Bild: Nasa)
Sojus-Raumfahrzeug an der ISS (Symbolbild): Ist Sojus MS-22 trotz Leck noch funktionsfähig? Bild: Nasa

Wie kommen sie zurück? Die Raumfahrtbehörden National Aeronautics And Space Administration (Nasa) und Roskosmos suchen nach einer Möglichkeit, drei Besatzungsmitglieder von der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) wieder zurück zur Erde zu bringen, deren Rückkehr derzeit unklar ist.

Die russischen Kosmonauten Sergej Prokopjew und Dmitri Petelin und der US-Astronaut Frank Rubio waren im September mit dem russischen Raumfahrzeug Sojus M-22 zur ISS geflogen. Nach einem Leck im Kühlsystem , das Mitte Dezember bemerkt wurde, ist aber nicht sicher, ob die drei auch wieder mit der Sojus zur Erde zurückfliegen können.

Die Nasa fragte nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) bereits bei dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX an, ob es zusätzliche Besatzungsmitglieder an Bord des Crew Dragon zurückbringen könne, falls dies in einem Notfall erforderlich sein sollte. Die Priorität liege jedoch darauf, zu analysieren, wie sich das Leck auf die Funktionsfähigkeit Sojus MS-22-Raumschiffs auswirke.

Crew Dragon hat nicht genug Platz

Der Crew Dragon ist aktuell an die ISS angedockt. Es hatte im Oktober die vier anderen ISS-Besatzungsmitglieder - die US-Astronauten Nicole Mann und Josh Cassada, die Kosmonautin Anna Kikina und den japanischen Astronauten Koichi Wakata - zur Raumstation gebracht. Allerdings bietet das SpaceX-Raumfahrzeug nicht genug Platz für alle sieben Crew-Mitglieder. Alternativ müsste der Crew Dragon ein zweites Mal zur ISS fliegen.

Eine Tour durch die ISS (ESA)
Eine Tour durch die ISS (ESA) (1:05:20)

Nasa und Roskosmos arbeiteten "gemeinsam an allen Entscheidungen, die die Sicherheit der Besatzung betreffen, einschließlich des Transports der Besatzung" , teilte die Nasa mit. Beide führten eine Reihe von technischen Überprüfungen durch und berieten sich mit Partnern darüber, "die Sojus-Besatzung sowohl im Normalfall als auch in Notfallszenarien sicher nach Hause zu bringen."

Rubio, Petelin und Prokopjew sollen noch bis zum Frühjahr auf der Station bleiben. Eine Entscheidung, wie sie zur Erde zurückkehren werden, soll nach Angaben der Nasa noch im Januar fallen.


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