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Nach Signal-Attacken: USA bieten üppiges Kopfgeld für russische Hacker

Wer Infos über die Akteure hinter den ständigen Phishing-Angriffen auf Signal-Nutzer hat, bekommt dafür bei der US-Regierung eine Menge Geld.
/ Marc Stöckel
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Die USA machen UNC5792 für Angriffe auf Signal- und Whatsapp-Nutzer verantwortlich. (Bild: pexels.com / Rahul Shah)
Die USA machen UNC5792 für Angriffe auf Signal- und Whatsapp-Nutzer verantwortlich. Bild: pexels.com / Rahul Shah

Die US-Regierung hat im Rahmen ihres Kopfgeldprogrammes Rewards for Justice ein Kopfgeld in Höhe von 10 Millionen US-Dollar auf russische Hacker ausgeschrieben, die mit Spionageangriffen auf Signal- und Whatsapp-Nutzer in Verbindung gebracht wurden. Gesucht werden laut Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) Informationen, die zur Identifizierung oder zum Aufspüren beteiligter Personen führen.

Die gesuchten Personen gehören den Angaben zufolge einer Hackergruppe an, die unter der Bezeichnung UNC5792 bekannt ist und mit dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB in Verbindung steht. Die Gruppe soll zudem mit UNC4221 kooperieren, einer weiteren Cybergruppierung, die laut Mitteilung im Auftrag des russischen Militärs handelt.

UNC5792 ist bekannt für ausgeklügelte Phishing-Angriffe auf Signal- und Whatsapp-Nutzer. Auch hierzulande wurden entsprechende Attacken erst im April wieder thematisiert, unter anderem aufgrund eines erfolgreichen Angriffs auf die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Aber auch davor warnten Behörden immer wieder vor Phishing-Angriffen über die genannten Messenger.

Zugriff auf vertrauliche Chats

Laut Rewards for Justice bedient sich UNC5792 ausgeklügelter Social-Engineering-Techniken, um sich Zugriff auf fremde Signal- und Whatsapp-Konten zu verschaffen und vertrauliche Chatdaten abzugreifen. In einigen Fällen soll die Gruppe die gekaperten Konten auch einsetzen, um den Vertrauensstatus der jeweiligen Eigentümer auszunutzen und damit weitere Phishing-Angriffe auf deren Kontakte zu starten.

Den Angaben zufolge nahmen die Angreifer zuletzt unter anderem Regierungsbeamte, Diplomaten, Journalisten, Politikberater sowie Militär- und Sicherheitspersonal aus den USA und verbündeten Partnerstaaten ins Visier. Auch das FBI hatte erst kürzlich davor gewarnt(öffnet im neuen Fenster), dass UNC5792 und UNC4221 versuchen, an Backup-Wiederherstellungsschlüssel von Signal-Nutzern in entsprechenden Positionen zu gelangen.

Wer Informationen zu UNC5792 hat, kann diese an Rewards for Justice melden und sich damit für die ausgeschriebene Belohnung in Höhe von 10 Millionen US-Dollar qualifizieren. Gesucht werden unter anderem Namen, Standorte, biografische Informationen, Angaben über mögliche Mittäter, Angaben zu genutzter Infrastruktur (Domains, Serverstandorte, Hoster, Tools, Bankkonten und Kryptowallets) sowie mögliche Finanzierungsquellen.


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