Nach Rauswurf im Mobilfunk: Nokia rüstet Glasfasernetz von AT&T aus

AT&T hat PON-Technologie (Passive Optische Netze) für sein Glasfasernetz bei dem finnischen Ausrüster Nokia bestellt. Das gaben die Partner am 3. September 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Nokia liefert seine Lightspan-MF- und Altiplano-Plattformen an den US-Netzbetreiber. Angaben zum finanziellen Volumen des Vertrags, der über fünf Jahre läuft, wurden nicht gemacht.
Die Nokia Lightspan-MF-Produkte sind Fiber Access Nodes, die die Netzwerkarchitektur Software Defined Networking unterstützen. Der Altiplano Access Controller ist eine Netzwerkmanagement-Anwendung mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche, die das feste Zugangsnetz visualisiert und optimiert.
Der schwedische Konkurrent Ericsson nahm Nokia im Dezember 2023 einen Großauftrag bei AT&T zur Lieferung von Mobilfunkausrüstung ab, der ein Volumen von 14 Milliarden US-Dollar hatte. Nokia rüstete zuvor rund 50.000 bis 60.000 Mobilfunkstandorte, rund 35 Prozent des AT&T-Mobilfunknetzes aus. Bis Ende 2026 sollten 70 Prozent des Datenverkehrs von AT&T über Open RAN abgewickelt werden. AT&T wollte ab 2025 Netzwerktechnik verschiedener Hersteller einsetzen, neben Ericsson und Fujitsu auch von Unternehmen wie Corning, Dell oder Intel.
Die Glasfaserausrüstung von Nokia unterstütze 10/25/50/100 GBit/s, die Lightspan-Plattform solle das Netzwerk von AT&T für spezifische Geschäftsfälle und Anforderungen optimieren, erklärten Nokia und AT&T.
AT&T gewinnt erfolgreich Glasfaserkunden
In 18 aufeinander folgenden Quartalen konnte AT&T jeweils 200.000 neue Glasfaserkunden gewinnen. Derzeit habe man mehr als 8,3 Millionen Nutzer, erklärte AT&T.
Im Mai vergangenen Jahres gründeten AT&T und der Investmentkonzern Blackrock gemeinsam das Joint Venture Gigapower. Das Joint Venture wolle Open Access in Gebieten ausbauen, die bisher nicht zum Footprint von AT&T gehörten. Das Netzwerk von Gigapower werde die XGS-PON-Technologie verwenden und habe das Potenzial, bis zu 20 Gbit/s zu liefern, sagten Führungskräfte einem einem Bericht des Branchenmagazins Light Reading(öffnet im neuen Fenster) zufolge.



