Nach Rauswurf aus Paketshop: Rat von ChatGPT löst Polizeieinsatz in Landshut aus

Eine falsche Einschätzung der Rechtslage hat in Landshut zu einem Polizeieinsatz geführt. Wie der Bayrische Rundfunk berichtete(öffnet im neuen Fenster) , hielt eine Kundin eines Paketshops ihren Hausverweis für ungültig und wollte ihr Recht mithilfe der Polizei durchsetzen.
Was ist passiert? – Rauswurf aus Paketshop
Die Kundin wollte zwei Pakete mit nur einem Rücksendeschein verschicken. Nachdem sie darauf hingewiesen wurde, dass nur ein Paket pro Paketschein versendet werden könne, zeigte sich die Frau so verärgert, dass sie ein auf dem Tresen stehendes Sparschwein beschädigte, woraufhin sie des Ladens verwiesen wurde.
Nach dem Rauswurf befragte sie ChatGPT, ob man sich bei ihr entschuldigen sollte und der Hausverweis rechtens sei. Die KI bestätigte, dass eine Entschuldigung angebracht und der Verweis aus dem Laden unrechtmäßig sei, woraufhin die Frau die Polizei rief.
Wie ging es weiter? – Polizei kennt Rechtslage besser als ChatGPT
Die angerückten Beamten belehrten die Frau derweil über die tatsächliche Rechtslage und setzten anschließend das ausgesprochene Hausverbot des Paketshops gegen die Frau durch.
Warum ist das wichtig? – KI ist kein guter Rechtsberater
KI-Chatbots wie ChatGPT lösten in der Vergangenheit immer wieder teils gravierende Fehleinschätzungen rechtlicher Situationen aus. Auch Anwälte fielen bereits negativ dadurch auf, dass sie Schreiben an Gerichte und Klageschriften mithilfe von KI erstellen ließen und die Systeme falsche Quellen und nicht existente Rechtssprechungen in die ausgegebenen Texte einbauten.
Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass Vorsicht beim Umgang mit Informationen von KI-Chatbots (g+) angebracht ist, und diese immer geprüft werden sollten, bevor man wichtige Entscheidungen darauf stützt.
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