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Nach Rausschmiss von Sam Altman: Belegschaft von OpenAI droht mit Massenkündigungen

In einem offenen Brief fordern Hunderte Angestellte von OpenAI den Rücktritt des Vorstands. Andernfalls werde man geschlossen zu Microsoft wechseln.
/ Daniel Ziegener
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Die OpenAI-Belegschaft protestiert. (Bild: KI-generiert mit Bing Image Creator/Golem.de)
Die OpenAI-Belegschaft protestiert. Bild: KI-generiert mit Bing Image Creator/Golem.de

Im Hin und Her um die Rolle von Sam Altman bei OpenAI hat sich nun die Belegschaft des ChatGPT-Entwicklers eingeschaltet. In einem offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) fordern Hunderte Angestellte den sofortigen Rücktritt des gesamten Vorstands und die Rückkehr von Sam Altman und Greg Brockman an die Führung von OpenAI. Man sei "nicht in der Lage, für oder mit Menschen zu arbeiten, denen es an Kompetenz, Urteilsvermögen und Sorgfalt" fehle.

"Bis jetzt war das Unternehmen, für das wir arbeiten und das wir schätzen, noch nie in einer stärkeren Position" , heißt es in dem offenen Brief. Aber der "Prozess, durch den Sie Sam Altman entlassen und Greg Brockman aus dem Vorstand entfernt haben, hat diese Arbeit gefährdet, unseren Auftrag und unser Unternehmen unterminiert." . Das Verhalten des Vorstands habe "deutlich gemacht, dass Sie nicht die Kompetenz haben, OpenAI zu leiten."

Heute wurde angekündigt, dass Altman ein neues KI-Forschungs-Team bei Microsoft anführen soll . Altmans Unterstützer drohen OpenAI damit, zu kündigen und ebenfalls zu Microsoft zu wechseln. Microsoft habe versichert, dass es dort Stellen für alle interessierten OpenAI-Mitarbeiter gebe.

So, wie der Vorstand am Freitag Sam Altman das Vertrauen entzogen hat, entziehen nun weite Teile der Belegschaft ihrem Vorstand das Vertrauen. Der Vorstand habe die Vorwürfe der Unehrlichkeit gegenüber Altman nicht belegen können. Würden die nach aktuellem Stand 514 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des offenen Briefs das Unternehmen tatsächlich verlassen, wäre es das mögliche Ende für OpenAI, das aktuell rund 750 Angestellte hat.

Der erste Name auf der Unterschriftenliste ist OpenAIs Technologiechefin Mira Murati, die nach Sam Altmans unerwartetem Rauswurf zwei Tage Interims-CEO des Unternehmens war. Ihre Unterstützung für Altman könnte ein Grund sein, warum sie bereits am Wochenende wieder durch den ehemaligen Twitch-CEO Emmett Shear abgelöst wurde. Dieser soll OpenAI nun vorübergehend leiten, bis ein dauerhafter Nachfolger gefunden ist.


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